Anleitung für ein Rollo aus bedrucktem Stoff

Anleitung für ein Rollo aus bedrucktem Stoff

Sonne und Tageslicht sind zwar schön und gut, können vor allem im Sommer aber mitunter auch stören. Damit es in einem Raum nicht zu heiß wird und das Licht nicht zu sehr blendet, werden Vorhänge oder Rollos angebracht. Sie schützen nebenbei auch vor neugierigen Blicken.

Nun gibt es Vorhänge und Rollos in allen erdenklichen Varianten fertig zu kaufen. Wer es individueller mag, kann sich seine Rollos selbst anfertigen. Bedruckt mit einem hübschen Dekor, entstehen so Fensterdekorationen, die echte Unikate sind.

 

Wie sich ein Rollo aus bedrucktem Stoff ohne großen Aufwand selbst herstellen lässt, erklärt die folgende Anleitung:

 

Die Materialien für das Rollo

  • Stoff, z.B. ein mittelschwerer Baumwollstoff, feiner Rohnessel oder Leinen
  • Stofffarben und Schwämmchen für den Farbauftrag
  • Stempel, gekauft oder selbst angefertigt
  • Ösen mit 1,5 cm Durchmesser
  • Satinbänder oder Schnur und zwei Kordelstopper
  • Schere, Maßband, Bleistift oder Schneiderkreide, Teller, Ösenzange, Stecknadeln, Nähmaschine, Nähgarn, Nähnadel und Bügeleisen

 

Die Anleitung für ein Rollo aus bedrucktem Stoff

  1. Schritt: den Stoff zuschneiden

Zunächst muss ermittelt werden, wie groß das Rollo werden soll. Dafür wird das Fenster, für das das Rollo bestimmt ist, ausgemessen. Zu den ermittelten Maßen werden dann in der Breite 4 cm und in der Länge 7 cm dazugerechnet. In dieser Größe werden zwei Stoffteile zugeschnitten. Ist das Fenster beispielsweise 80 cm breit und 100 cm hoch, werden also zwei Teile Stoff zurechtgeschnitten, die jeweils 84 x 107 cm groß sind.

 

  1. Schritt: den Stoff bedrucken

Nun erhält das Rollo sein Dekor. Dafür wird eines der Stoffstücke flach ausgebreitet. Anschließend wird mithilfe von Stecknadeln die Fläche, die bedruckt wird, abgesteckt. Dabei werden an den beiden Seitenkanten jeweils 5 cm, an der Oberkante 3 cm und an der Unterkante 6 cm freigelassen. Der Stoff wird nicht bis ganz an die Ränder bedruckt, weil die eben abgemessenen Randstreifen nach dem Zusammennähen nicht mehr zu sehen sein werden. Die Randstreifen mit Stecknadeln zu markieren, macht deshalb Sinn, weil die Stecknadeln einfach wieder herausgezogen werden können. Eine Markierung mittels Stift oder Schneiderkreide müsste im Unterschied dazu entfernt werden.

Um den Stoff zu bedrucken, werden kleine Mengen von der Stofffarbe auf einen Teller gegeben. Dann wird mit einem kleinen Schwämmchen etwas Farbe aufgenommen und gleichmäßig auf die Stempelfläche des Stempels aufgetragen. Durch das Schwämmchen lässt sich der Stempel gleichmäßiger mit Farbe benetzen, als wenn die Stempelfläche direkt in die Farbe getaucht würde. Dadurch wird auch das Druckbild schöner und der Stempel lässt sich leichter reinigen, weil er weniger verschmiert ist.

Der vorbereitete Stempel wird nun fest auf den Stoff gedrückt, kurz in dieser Position gehalten und dann, möglichst ohne zu verwackeln, wieder gerade nach oben abgenommen. Vor dem nächsten Abdruck wird der Stempel mit neuer Farbe benetzt, damit das Dekor schön gleichmäßig wird. So wird nun weitergearbeitet, bis der Stoff wie gewünscht bedruckt ist.

Ist das Dekor fertig, müssen die Stofffarben vollständig trocknen. Anschließend wird der Stoff auf der Rückseite gebügelt. Dadurch werden die Stofffarben fixiert und das Rollo kann später bei Bedarf gewaschen werden.

 

  1. Schritt: das Rollo nähen

Nun werden die beiden Stoffstücke mit ihren Vorderseiten nach innen aufeinandergelegt. Damit nichts verrutscht, sollten die beiden Stoffe mit Stecknadeln fixiert werden. Anschließend wird der Stoff zusammengenäht. Dabei wird die Nahtkante so angeordnet, dass an der oberen Kante und an den beiden Seitenkanten ein 2 cm breiter Saum und an der unteren Kante ein 5 cm breiter Saum entsteht.

Gleichzeitig werden an den beiden oberen Enden der Seitenkanten die letzten 2 cm offen gelassen. Dadurch entsteht eine Art Tunnel, der für die Gardinenstange gedacht ist. Außerdem wird irgendwo an einer Seite eine gut 10 cm breite Öffnung offen gelassen, um den Stoff wenden zu können. Ist der Stoff rundum abgenäht, werden die Ecken schräg abgeschnitten.

Anschließend wird der Stoff über die Öffnung gewendet, so dass die beiden Vorderseiten des Stoffes danach nach außen zeigen. Nun wird der Saum rundherum glatt gebügelt. Zum Schluss wird noch die Öffnung von Hand zugenäht und damit sind die Näharbeiten beendet.

 

  1. Schritt: das Rollo fertig stellen

Damit aus dem Vorhang ein Rollo wird, werden nun die Positionen für die Ösen markiert. Dabei werden die Ösen so angeordnet, dass sie mit etwa 7,5 cm Abstand zueinander an den Seitenkanten entlang verlaufen. Nachdem die Ösen angebracht sind, wird auf der linken Seite ein Stück Schnur oder Satinband durch die Ösen gefädelt.

Am oberen Ende wird ein fester Knoten gebunden, der verhindert, dass die Schnur oder das Band herausrutschen kann. Am unteren Ende wird ein Kordelstopper aufgefädelt und mit einem kleinen Knoten gesichert. Überschüssige Schnur wird anschließend abgeschnitten.

Der Kordelstopper hält die Schnur in ihrer Position, wenn das Rollo nach oben gezogen wurde. Auf der linken Seite wird die Schnur nach dem gleichen Schema angebracht und fixiert. Das Rollo ist damit fertig. Nun kann eine Gardinenstange durch den Tunnel am oberen Ende geführt und das Rollo aufgehängt werden.

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