Anleitung: Notizhefte aus Grußkarten basteln

Anleitung: Notizhefte aus Grußkarten basteln

Aus Grußkarten und simplem Kopierpapier lassen sich im Handumdrehen hübsche Notizhefte anfertigen. Wie es geht, erklärt diese Anleitung!

Es gibt Grußkarten, die auf tollen Strukturpapieren gedruckt, mit herrlichen Motiven und Zierelementen dekoriert oder mit aufwändigen Gold- und Silberdrucken gestaltet sind. Dadurch erinnern sie an Kunstdrucke, manchmal wirken sie sogar wie kleine Kunstwerke. Solche Karten wegzuschmeißen, wäre oft einfach viel zu schade. Auf der anderen Seite kann man Notizhefte immer gut gebrauchen.

Eigentlich liegt es also nahe, schöne Grußkarten kurzerhand zu nützlichen Notizheften umzufunktionieren. Und das geht wirklich kinderleicht. Viel mehr als ein paar Blätter Kopierpapier und ein Stück Faden braucht es dafür nicht. Innerhalb weniger Minuten entstehen Notizhefte, die ihren Platz neben dem Telefon, auf dem Schreibtisch oder in der Handtasche finden können.

Auch als kleines Mitbringsel sind die Notizhefte bestens geeignet.

Und das Beste ist: Wenn die Seiten vollgeschrieben sind, können sie einfach ausgetauscht werden. So bleibt die schöne Grußkarte noch länger erhalten. Nun aber genug der Vorrede, hier die ausführliche Anleitung!

 

Notizhefte aus Grußkarten basteln – die benötigten Materialien

  • Grußkarten
  • Kopierpapier
  • Cutter und Lineal oder Papierschneidemaschine
  • Nähgarn und Nähnadel

Notizhefte aus Grußkarten basteln – die Anleitung

  1. Schritt: die Seiten vorbereiten

Als erstes werden die Seiten für das Notizheft vorbereitet. Wird eine größere Grußkarte als Umschlag verwendet, wird das Papier erst im nächsten Schritt zugeschnitten. Bei einer kleineren Grußkarte kann das Kopierpapier vom Format DIN A4 auf das Format DIN A5 halbiert werden.

Für die Notizheftseiten wird das Kopierpapier einmal in der Mitte zusammengefaltet. Anschließend werden die gefalteten Papierseiten ineinander gesteckt. Wie viele Seiten das Notizheft bekommt, bleibt dabei dem eigenen Geschmack überlassen.

Nun wird der Papierstapel auf das richtige Format zugeschnitten. Am einfachsten geht das mit einem Lineal und einem Cutter. Das Lineal wird dafür auf das Papier aufgelegt und der Cutter mit Druck am Lineal entlang gezogen. So entsteht ein gerader Schnitt. Wer eine Papierschneidemaschine hat, kann das Papier natürlich auch damit zuschneiden. Mit einer Schere funktioniert der Zuschnitt ebenfalls, allerdings ist es etwas aufwändiger. Wichtig beim Format der Notizheftblätter ist, dass sie rundherum etwas kleiner sein müssen als die Grußkarte. Denn es sieht nicht so schön aus, wenn die Blätter überstehen.

Hinweis: Die Blätter sollten tatsächlich als Stapel zugeschnitten werden. Wenn die Blätter gefaltet, ineinander gesteckt und zusammengeklappt sind, verschieben sich nämlich die Außenkanten. Dabei überragen die inneren Blätter die äußeren Papiere. Dieser Effekt kommt umso mehr zum Tragen, je dicker der Stapel ist. Der Überstand ist zwar nur minimal, für die Optik ist eine gerade Abschlusskante aber schöner.

 

  1. Schritt: die Bindung vorbereiten

Ist das Papier zugeschnitten, wird der Stapel in die Grußkarte gesteckt und so ausgerichtet, dass die Falze der Grußkarte und der Papiere genau aufeinanderliegen.

Für die Bindung werden nun drei Löcher markiert. Das mittlere Loch wird dabei mittig im Falz positioniert, die beiden anderen Löcher jeweils auf halber Strecke zwischen dem Rand und dem mittleren Loch. Die markierten Löcher werden dann mit der Nadel vorgestochen. So geht das Vernähen gleich sehr viel einfacher.

 

  1. Schritt: das Notizheft vernähen

Verbunden werden die Papier und die Grußkarte so:

  • Auf die Nadel wird ein Stück Garn aufgefädelt.
  • Dann wird die Nadel durch das mittlere Loch von innen nach außen geführt und soweit durchgezogen, dass ein Stück Faden auf der Innenseite bleibt. Dieses Stück wird für den Knoten benötigt.
  • Anschließend wird die Nadel auf der Außenseite zum oberen Loch geführt und durch dieses Loch hindurch zurück auf die Innenseite gebracht.
  • Danach wird die Nadel auf der Innenseite zum unteren Loch geführt und durch dieses Loch hindurch nach außen gestochen.
  • Auf der Außenseite wird die Nadel zum mittleren Loch geführt und durch dieses Loch wieder nach innen gezogen.
  • Nun können die beiden Enden des Fadens angezogen und fest miteinander verknotet werden.

Zum Schluss werden die Fäden abgeschnitten. Damit ist das selbstgemachte Notizheft auch schon fertig! Und wenn das Notizheft vollgeschrieben ist, kann der Faden aufgeschnitten und herausgezogen werden. So lassen sich die vollen Blätter entnehmen und durch neue, leere Blätter ersetzen.

3 Tipps zum Schluss

  1. Natürlich müssen die Seiten nicht aus schlichtem Kopierpapier gefertigt werden. Blätter von einem Schreibblock mit Linien oder Kästchen können ebenso verwendet werden. Gleiches gilt für bunte Papiere oder Briefpapier. Und bei einer kleinen Grußkarte können auch Papierabschnitte verarbeitet werden.
  2. Wer ein Laminiergerät hat, kann die Grußkarte zuvor laminieren. So wird der Einband noch stabiler und die Grußkarte ist gleichzeitig besser geschützt.
  3. Das Prinzip lässt sich auf Papiere aller Art übertragen. Wer also Notizhefte basteln möchte, aber keine geeigneten Grußkarten zur Hand hat, kann den Umschlag aus Tonkarton falten. Mit ausgeschnittenen Buchstaben aus der Zeitung, Zierelementen von Grußkarten, aufgeklebten Bändern und anderen Elementen lässt sich der Umschlag dann individuell ausgestalten.

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