Anleitung: Windlichthüllen aus Spitzendeckchen

Anleitung: Windlichthüllen aus Spitzendeckchen

Aus alten Spitzendeckchen und anderen Textilien aus dem Aussteuerschrank lassen sich im Handumdrehen herrlich romantische Windlichthüllen fertigen. Hier ist die Anleitung dazu!

Ob auf dem Balkon, der Terrasse, dem Esstisch oder der Fensterbank: Windlichter zaubern das ganze Jahr über eine tolle Atmosphäre. Und seit einiger Zeit ist der romantische Landhausstil schwer angesagt. Zum Landhausstil wiederum gehören Spitze, Bordüren, verspielte Lochmuster und hübsche Stickereien unbedingt dazu.

Textilien mit solchen Verzierungen finden sich oft in Omas oder Mutters Aussteuerschrank. Falls nicht, sind sie für kleines Geld auf Flohmärkten und in Secondhand-Shops zu haben. Aus den Textilien lassen sich dann mit wenigen Handgriffen wunderschöne Hüllen für bezaubernde Windlichter nähen.

Und wie diese Hingucker entstehen, erklärt die folgende Anleitung!

 

Die Materialien für die Windlichthüllen

  • alte Textilien mit Stickereien, Lochmustern oder Spitzeneinsätzen wie Tischdecken, Bettwäsche, Gardinen oder Häkeldeckchen
  • farblich passendes Nähgarn
  • Maßband, Bleistift oder Schneiderkreide und Schere
  • Bügeleisen
  • Gefäße aus Glas oder transparentem Kunststoff, möglichst mit geraden Seitenwänden
  • Teelichter oder Stumpenkerzen

Die Anleitung für Windlichthüllen aus Spitzendeckchen

Für die Windlichter sollten am besten schlichte Glas- oder Kunststoffgefäße mit geraden Seitenwänden verwendet werden. Ob die Gefäße rund oder eckig sind, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass die Seitenwände möglichst gerade sind.

Denn wenn die Gefäße andere Formen haben, beispielsweise oben breiter als unten oder in der Mitte bauchig sind, sitzen die Windlichthüllen nicht richtig. Wer viel Erfahrung im Nähen hat, kann die Hüllen natürlich anpassen. Für eine Deko, die schnell und einfach nachgearbeitet werden kann, wäre das aber zu kompliziert.

 

  1. Schritt: die Maße ermitteln und den Stoff zuschneiden

Als erstes wird nun ausgemessen, wie groß das benötigte Stoffstück für eine Hülle sein muss. Dafür werden zwei Maße benötigt, nämlich zum einen der Umfang und zum anderen die Höhe des Gefäßes. Zu diesen Maßen werden gleich noch die Nahtzugaben dazugerechnet.

Zuvor sollte der Stoff aber einmal probeweise um das Gefäß gelegt werden. Auf diese Weise lässt sich gut ermitteln, wie die Stickereien oder das Lochmuster besonders schön in Szene gesetzt werden können. Ist die passende Stoffstelle gefunden, werden die Maße auf den Stoff übertragen, und zwar so:

  • Die Breite des Stoffstücks entspricht dem Umfang des Gefäßes plus zwei Zentimeter.
  • Die Höhe des Stoffstücks entspricht der Höhe des Gefäßes plus zwei Zentimeter oben und zwei Zentimeter unten. Hat der Stoff eine schöne Abschlusskante, kann sie natürlich als oberer Rand der Hülle verwendet werden. In diesem Fall fällt die Nahtzugabe oben weg. Sind die Maße übertragen, wird der Stoff zugeschnitten.
  1. Schritt: die Windlichthüllen nähen

Jetzt wird die untere Kante umsäumt. Dafür wird der Stoff zwei Zentimeter breit nach innen umgeklappt und fest gebügelt. Anschließend wird diese Kante wieder aufgeklappt und der Stoff zur Hälfte, also einen Zentimeter breit eingeschlagen. Dann wird die Bügelkante erneut umgeklappt und der Rand noch einmal gut fest gebügelt. Nun wird der Rand mit einem Geradstich auf der linken Seite knapp am Rand entlang festgesteppt.

Sofern die Abschlusskante des Stoffstücks nicht verwendet werden kann, wird das Ganze an der oberen Kante wiederholt.

Jetzt muss aus dem Stoffstück noch eine Hülle werden. Dazu werden die beiden Seitenkanten rechts auf rechts aufeinandergelegt und zusammengenäht. Die Naht sollte dabei mit einem Zentimeter Abstand zum Rand verlaufen. Ist die Naht fertig, kann die Nahtzugabe oben und unten schräg abgeschnitten werden. Anschließend wird die Nahtzugabe der Länge nach auseinandergebügelt.

 

  1. Schritt: die Windlichter fertig stellen

Sind die Näharbeiten abgeschlossen, wird die schlauchartige Hülle auf die rechte Seite gewendet. Anschließend kann sie über das Gefäß gezogen werden. Nun muss nur noch ein Teelicht oder eine Stumpenkerze in das Gefäß gestellt werden – und schon ist ein wunderbar romantisches Windlicht im Landhausstil fertig!

 

3 Tipps zum Schluss

  1. Windlichthüllen aus weißen oder cremefarbenen Textilien sehen sehr edel aus. Wer es farbenfroher mag, kann die Textilien aber auch einfärben. Mit Textil- oder Batikfarben klappt das am Handumdrehen. Eine andere Möglichkeit wäre, hübsche Muster auf die Textilien zu drucken. Blumenmuster beispielsweise passen prima zu Spitze. Auf diese Weise lassen sich dann auch kleinere Flecken, die bei älteren Textilien gerne mal auftauchen, kaschieren. Wichtig ist nur, dass der Stoff nicht zu dunkel wird, denn sonst schimmert nicht mehr genug Licht durch.
  2. Ist der Stoff sehr dünn, kann er mit einem Vlies zum Aufbügeln verstärkt werden. Dafür wird das Vlies in der benötigten Stoffgröße zugeschnitten, auf die Rückseite des Stoffes aufgebügelt und der Stoff anschließend zugeschnitten. Durch das Vlies lässt sich der dünne Stoff leichter nähen und die Windlichthülle wird stabiler.
  3. Sollte der Stoff stark ausfransen, ist es vielleicht sinnvoll, die Schnittkanten an den Seiten mit einem Zickzackstich zu versäubern. Oben und unten ist das nicht notwendig, weil der Stoff hier ohnehin nach innen umgeklappt wird. Wer sich das Versäubern sparen möchte, kann die Nahtzugabe nach dem Zusammennähen der Hülle aber auch einfach mit einer Zickzackschere zurückschneiden. Auch dadurch wird verhindert, dass der Stoff weiter ausfranst.

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