Druckverfahren nach Motiv

Übersicht über Druckverfahren nach Motiv

Welches Druckverfahren im Textildruck zum Einsatz kommt, ergibt sich im Grunde genommen aus zwei Faktoren, nämlich einerseits der benötigten Stückzahl und andererseits dem Motiv, das gedruckt werden soll. 

Hinsichtlich der Stückzahl ist im Prinzip zwar jedes Druckverfahren möglich, die Entscheidung ergibt sich jedoch durch den Kostenaufwand.

So lohnt sich der Siebdruck meist erst ab größeren Stückzahlen, während der Flex- oder Flockdruck sowie auch der Digitaldruck insbesondere bei überschaubaren Stückzahlen zum Einsatz kommen. Das Motiv ist bei der Wahl des Druckverfahrens von größerer Bedeutung, da nicht mit jedem Druckverfahren alle Motive realisierbar sind. Prinzipiell lassen sich die Motive in zwei große Gruppen einteilen, nämlich in logoartige Motive und in Motive mit Farbverläufen und Schattierungen. 

• Flockdruck und Flexdruck       

Logoartige Motive sind Motive, die Schriften und einfache Grafiken darstellen und als Vektorgrafiken dargestellt werden können. Vektorgrafiken sind Grafiken, die aus Strichen und Flächen bestehen und sich einfach vergrößern, verkleinern oder farblich verändern lassen, ohne dass sich dies auf die Qualität auswirkt. Für solche, meist einfarbigen Motive eignen sich bei kleinen Mengen am besten der Flock- oder der Flexdruck. 

Bei diesen Druckverfahren wird das Motiv aus einer speziellen Folie ausgeschnitten oder beim Flockdruck auch durch eine Klebeschicht übertragen, die anschließend mit Textilflocken bestreut wird. Mithilfe einer Presse wird das Motiv dann unter Druck und Hitze auf den Stoff gepresst. 

Wird eine größere Stückzahl benötigt oder hat das Motiv mehrere Farben, bietet sich der Siebdruck an. Hierbei wird für jede Farbe ein eigenes Sieb erstellt, bei dem nur die Flächen farbdurchlässig sind, die später als Motiv sichtbar sind, und die Farbe durch das Sieb auf den Stoff gedruckt.    

• Digitaldruck und Siebdruck       

Bei aufwendigeren Motiven, die aus vielen Farben bestehen, ineinanderübergehende Farben oder feine Details haben oder beispielsweise aus Fotos bestehen, eignet sich der Digitaldruck. Dieser kann im Grunde genommen alles das auf Textilien drucken, was ein gewöhnlicher Tintenstrahldrucker auf Papier ausdrucken kann. 

Dabei gibt es beim Digitaldruck grundsätzlich zwei Varianten, entweder das Motiv wird auf eine Folie gedruckt und diese dann mittels Druck und unter Hitze auf den Stoff gepresst oder der Stoff wird direkt bedruckt. 

Der Vorteil vom Digitaldruck ist, dass im Gegensatz zum Siebdruck keine Vorkosten durch das Anfertigen von Sieben entstehen, der Nachteil ist allerdings, dass dunkle Textilien nur eingeschränkt bedruckt werden können.

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