Tipps zum Färben von Stoffen

Die wichtigsten Tipps und Infos rund ums Färben von Stoffen in der Übersicht 

Das Färben von Stoffen ist nicht nur eine Möglichkeit, um selbst kreativ zu werden und eigene Farben oder Muster herzustellen, sondern hat durchaus auch einen praktischen Nutzen. 

Passen die Lieblingskleidungstücke beispielsweise noch sehr gut, sind aber deren Farben schon recht ausgeblasst oder die Muster nicht mehr modern, können diese Kleidungsstücke einfach umgefärbt oder aufgefrischt werden.

Gleiches gilt, wenn die Wohnung in bestimmten Farben dekoriert ist, die vorhandenen Vorhänge, Kissenbezüge oder Tischdecken aber farblich nicht richtig dazu passen und auch der Handel keine Stoffe bietet, die dem Wunschfarbton nahekommen. 

Insgesamt ist es recht einfach und unkompliziert möglich, Stoffe selbst zu färben. 

Hier die wichtigsten Tipps und Infos dazu in der Übersicht:

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Am einfachsten ist das Färben von Stoffen aus Naturfasern, denn Materialien wie Baumwolle, Viskose oder Leinen nehmen die Farben sicher an. Sensiblere Stoffe wie Seide oder Wolle lassen sich ebenfalls einfärben, allerdings sollten hier spezielle Stofffarben verwendet werden. 

Synthetikfasern oder Synthetik-Naturfaser-Mischungen nehmen Färbungen nicht immer an. Vor dem Färben ist es daher wichtig, die Stoffzusammensetzung zu berücksichtigen und eine Stofffarbe auszuwählen, die auf den jeweiligen Stoff abgestimmt ist.

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Zum Einfärben der Stoffe gibt es grundsätzlich zwei mögliche Methoden. Zum einen können die Stoffe in der Waschmaschine eingefärbt werden. Dazu wird der Stoff zusammen mit der Farbe, einem Färbesalz und teils etwas Essig in die Waschmaschine gegeben und bei höchstmöglicher Temperatur für den Stoff gewaschen. 

Die Färbung ist sehr gleichmäßig und da die entsprechenden Textilfarben für das Färben in der Waschmaschine entwickelt wurden, bleiben auch keinerlei Rückstände in der Waschmaschine zurück. Die andere Methode besteht in einem Färbebad in einer Schüssel oder einem Eimer. 

Hierbei wird die Farbe nach Herstelleranleitung mit Wasser, Färbesalz und Essig angerührt und der Stoff wird eingelegt. Damit die Färbung gleichmäßig wird, muss der Stoff vollständig bedeckt sein und sollte hin und wieder bewegt werden.

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Grundsätzlich sollten vor dem Färben alle Stoffe einmal gewaschen werden. Befinden sich in den Fasern noch Rückstände von Imprägnierungen, Weichspüler oder Verschmutzungen, kann es passieren, dass der Stoff die Farbe nicht richtig aufnimmt.

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Prinzipiell muss der Stoff immer etwas heller sein als der Farbton, den er nach dem Färben erhalten soll. Sehr dunkle Stoffe in helle Farbtöne umzufärben ist somit also kaum möglich. Es besteht zwar die Möglichkeit, dunkle Stoffe zunächst zu bleichen und erst danach einzufärben, allerdings eignet sich diese Methode nicht für alle Fasern.

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Zu beachten gilt, dass beim Färben Mischtöne entstehen können. Hat der Stoff ein Muster, wird dieses in aller Regel nicht vollständig überfärbt, sondern bleibt meist sichtbar, da hellere Stoffpartien die Farben anders aufnehmen als dunklere. Außerdem nehmen auch Nähte die Farbe meist anders auf als der übrige Stoff.

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Wird von Hand gefärbt, sollten immer Gummihandschuhe getragen werden. Die Textilfarben färben nämlich nicht nur den Stoff, sondern auch die Haut, lassen sich aber nur sehr schwer wieder entfernen.

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Werden wie beispielsweise beim Batiken Muster eingefärbt, erfolgt dies in aller Regel mittels mehrerer Färbungen. 

Dabei sollte der Stoff nach einer Färbung zunächst sorgfältig ausgespült und auch erst nach dem Trocknen mit der nächsten Farbe behandelt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass aus den Farben ein schmutzig wirkender, dunkler, grün-brauner Farbton entsteht.

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