So gut wie jeder Deutsche ab Jahrgang 1960 dürfte sie noch aus Kinder- und Jugendtagen in romantisch verklärter Erinnerung haben: hochglanzlackierte Klebeheftchen zum eifrigen Sammeln, gemeinschaftlichen Tauschen und sorgfältigen Einkleben exklusiver Motive aus Sport, Film und Fernsehen. Spätestens die hiesigen Ableger der italienischen Panini-Gruppe versorgten seit Mitte der 1970er Jahre tausende von Schulhöfen mit selbstklebenden, silbrig und weiss schillernden Abbildern von Rudi Völler, Garfield, den Transformers und vielen anderen Helden der Pop-Kultur.
Im Zuge der immer kostengünstigeren analogen Fotografie-, Entwicklungs- und Drucktechnik in den späten 1980er Jahren wurden von professionellen Studiofotografen dann als Dreingabe zu herkömmlichen Passfotos zunehmend lackversiegelte, selbstklebende Passbilder mit charakteristisch abgerundeten Ecken angeboten - sei es zur praktischen, aber wenig originellen Verwendung auf Ausweisdokumenten, oder zu kreativeren Zwecken wie der Erstellung von Fotocollage oder Fotobuch ohne lästige Scheren und Klebstoff.
Eindimensionaler Druckvorgang
Seitdem ist auch in der Hobby-Fotografie längst das 21. Jahrhundert eingebrochen. Getreu dem Trend des zeitgemäßen Web 2.0 zu benutzerdefinierten Medieninhalten könnte der freche Freizeitfotograf von heute kurzerhand diese Lektionen seiner Geschichte zusammenzählen und die gelungensten Momentaufnahmen von Familie und Freunden in einem Fotobuch der besonderen Art verewigen:
statt die geschätzten eigenen Bilder nur statisch und vorhersehbar in einem eindimensionalen Druckvorgang zu präsentieren, könnte er beim Fotobuch Anbieter seines Vertrauens einen Spezialauftrag vergeben, durch den ohnehin sehnlichst erwartete Schnappschüsse bei einem Treffen zusätzlich den erfrischenden Charakter eines Gesellschaftsspiels annehmen würden.
Fotocollagenkünstler
Man stelle sich etwa vor, dass anlässlich eines 10- oder 20-jährigen Schulabsolvententreffens an die Teilnehmer zunächst leere Fotobücher verteilt würden, die im Laufe der Veranstaltung durch stetiges Austauschen und Einkleben nostalgischer und aktueller Motive selbst vervollständigt werden müssten. Auch wenn Digitalkamera, Maus und Tastatur die Schere und den Klebstoff aus den guten alten Zeiten ersetzt haben, heißt das noch lange nicht, dass Fotocollagenkünstler gänzlich auf die taktile Befriedigung des Aussuchens, Sortierens und Einsetzens verzichten müssten.
Mehr Tipps und Anleitungen zu Drucktechniken und Druckverfahren:
Der Foto Kunstdruck reproduziert nicht nur Fotografien bedeutender Künstler und bekannter Motive, wie etwa Bauwerke großer Städte oder Landschaftsaufnahmen, sondern eignet sich hervorragend dazu, eigene Fotos auf hochwertige und edle Art zu vervielfältigen. Insbesondere im Bereich der Portrait- und Aktfotografie hat sich der Foto Kunstdruck zu einer beliebten Geschenkidee entwickelt, aber auch die Dekoration mit eigenen Schnappschüssen oder Urlaubsbildern setzt individuelle Akzente. Voraussetzung für den Foto Kunstdruck ist eine Vorlage, die als Bilddatei mit entsprechend hoher Auflösung vorliegt oder ein Foto, das durch einen Scannvorgang digitalisiert wird. Grafikprogramme arbeiten das Foto auf, wobei das Farbmanagement die Aufgabe hat, die Farben möglichst genau wiederzugeben.
Allerdings kann während dieses Arbeitsschrittes auch ein gänzlich neues Farbschema erstellt werden, so dass farbige Fotos beispielsweise als Schwarz-Weiß-Bilder oder nur in bestimmten Farbtönen wie etwa Sepia, Blau- oder Rottönen ausgegeben werden.
Die Daten der Vorlage werden direkt vom Computer an eine Druckmaschine gesendet, beim digitalen Fotodruck sind dies meist Laser- oder Tintenstrahldrucker. Die Kunstdrucke entstehen durch hochwertige, UV-beständige Tinten, die sich durch leuchtende, kräftige Farben auszeichnen. Als Druckunterlage benutzt der Foto Kunstdruck Bütten-, Aquarell- oder spezielle Fotopapiere sowie Leinwände. Dabei entsteht durch den Druck auf Leinwänden eine besonders edle Optik, die einem echten Gemälde sehr nahe kommt.
Die bedruckte Leinwand kann auf einen Keilrahmen gespannt oder als Decoblock erstellt werden. Dabei wird die Leinwand auf eine Platte aus Holz oder Aluminium gezogen, auf deren Rückseite ein Trägerrahmen angebracht ist, wobei der Kunstdruck über die Ränder gezogen wird, so dass alle Seiten zu Sichtseiten werden. Somit können Foto Kunstdrucke auf Leinwänden auch ohne zusätzlichen Rahmen und Verglasung befestigt und präsentiert werden. Die Wirkung von Foto Kunstdrucken auf Papier kann durch Rahmungen mit Passepartouts verstärkt werden, die dem Bild mehr Raum verschaffen und zwischen Motiv und Rahmen vermitteln.
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