Was tun mit ausgemusterter Kleidung?

Was tun mit ausgemusterter Kleidung?

 

Früher hatte Kleidung einen anderen Stellenwert. Im Schrank hingen ein, höchstens zwei Outfits für Sonntage und besondere Anlässe. Im Alltag wurde einfache Kleidung getragen und das solange, bis die Kleidungsstücke nicht mehr passten oder zu verschlissen waren, um sie zu reparieren.

Es war völlig normal und selbstverständlich, dass Kinder die Kleidung von ihren älteren Geschwistern auftrugen. Da die Auswahl in den Geschäften oft überschaubar und die Preise hoch waren, wurde in den Wohnstuben fleißig genäht, gestrickt und gehäkelt. Heute ist Kleidung in riesiger Auswahl und schon für kleines Geld zu haben.

Außerdem ist die Mode so schnelllebig geworden, dass das, was heute absolut angesagt ist, in ein paar Monaten schon wieder total out sein kann. Kein Wunder also, dass die Kleiderschränke regelmäßig ausgemistet werden. Dabei kommen immer wieder Teile zum Vorschein, die noch gut in Schuss sind, aber eben einfach nicht mehr richtig sitzen oder nicht mehr gefallen.

Solche Kleidungsstücke wegzuschmeißen, wäre viel zu schade.

 

Also stellt sich die Frage: Was tun mit ausgemusterter Kleidung?
Hier ein paar Tipps und Ideen!

 

  1. Im Secondhand-Laden abgeben.

In fast jeder größeren Stadt gibt es mindestens einen Secondhand-Shop. Dabei haben diese Läden in den vergangenen Jahren ihr etwas angestaubtes und miefiges Image abgelegt und sich zu stylishen Shops für Modebewusste und Trendsetter entwickelt. Wer Kleidung aussortiert hat, kann sie im Secondhand-Laden abgeben.

Allerdings nimmt nicht jeder Laden alle Kleidungsstücke an. So gibt es Shops, die nur Markenware verkaufen, nur Klamotten in bestimmten Stilrichtungen anbieten oder sich auf beispielsweise Kinderkleidung spezialisiert haben. Zudem müssen die Kleidungsstücke unbeschädigt und frisch gewaschen sein.

Nimmt ein Secondhand-Shop Kleidung an, erfolgt dies meist auf Kommissionsbasis. Das bedeutet, dass die Kleidungsstücke im Laden angeboten werden. Findet sich ein Käufer, bekommt der ursprüngliche Besitzer einen bestimmten Anteil des Verkaufspreises.

Werden die Sachen nicht verkauft, muss sie der Besitzer nach einer gewissen Zeit wieder abholen. Ansonsten enden sie oft als Kleiderspende.

 

  1. Auf dem Flohmarkt verkaufen.

Wer den Verkauf selbst in die Hand nehmen möchte, kann beim nächsten Flohmarkt mitmachen. Flohmärkte gibt es praktisch überall. Manche finden regelmäßig statt, andere nur ein- oder zweimal im Jahr. Ratsam ist aber, sich im Vorfeld zu erkundigen, wie hoch die Gebühr für einen Stand ist.

Auf dem Flohmarkt werden Kleidungsstücke und andere Gegenstände zu recht kleinen Preisen gehandelt. Wirklich reich wird der Verkäufer deshalb sicher nicht. Dafür macht das Verkaufen auf dem Flohmarkt aber Spaß und ein paar Euro sind allemal drin.

 

  1. Im Internet anbieten, tauschen oder versteigern.

Ganz bequem vom heimischen Sofa aus lassen sich ausgemusterte Kleidungsstücke über das Internet weitergeben. Dabei gibt es online gleich mehrere Möglichkeiten. Ein Weg kann sein, die Klamotten Ankaufplattformen anzubieten.

Bei diesen Plattformen beschreibt der Besitzer, um was für Kleidungsstücke es sich handelt. Anschließend wird angezeigt, ob die Ankaufplattform Interesse hat und wie viel für die Kleidung bezahlt wird. Allerdings lohnt sich ein genauer Blick in die AGB. Muss der Besitzer die Versandkosten selbst bezahlen, kann das den tatsächlichen Verkaufserlös nämlich deutlich schmälern. Eine andere Möglichkeit sind Plattformen, bei denen Kleidungsstücke nicht verkauft, sondern getauscht werden.

Hier bietet der Besitzer seine Klamotten in Form von einer oder mehreren Kleinanzeigen an. Hat ein anderer Nutzer Interesse, schlägt er vor, gegen was er die Klamotten eintauschen würde. Daneben gibt es im Internet natürlich unzählige Kleinanzeigenmärkte und virtuelle Flohmärkte, bei denen der Besitzer seine Kleidungsstücke zum Verkauf anbieten kann.

Die Inserate sind meistens kostenlos. Außerdem können Online-Auktionshäuser eine Option sein. Auktionen sind allerdings mit Arbeit verbunden, denn der Besitzer muss seine Kleidungsstücke fotografieren und beschreiben, die Auktionen einstellen, die verkauften Artikel verpacken und abschicken. Zudem werden Gebühren fällig, die sich nach dem Verkaufspreis richten.

 

  1. Spenden.

Gut erhaltene und tragbare Kleidungsstücke können selbstverständlich auch gespendet werden. Am besten ist es, wenn der Besitzer die Sachen bei örtlichen Einrichtungen wie einem Kinderheim, einer Flüchtlingsunterkunft, einem Sozialkaufhaus oder der Kleiderkammer eines Wohlfahrtsverbandes abgibt.

So kann sich der Besitzer sicher sein, dass die Kleider auch wirklich bei den Leuten ankommen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Etwas problematischer können Altkleidercontainer und Kleidersammlungen sein, bei denen die ausgemusterten Kleidungsstücke in Säcken oder in zuvor verteilten Körben vor der eigenen Haustür abgestellt werden sollen.

Häufig werden solche Sammlungen nämlich von gewerblichen Sammlern durchgeführt. Sie verkaufen gut erhaltene Kleidungsstücke und geben den Rest bei Textilverwertern ab, die daraus beispielsweise Putzlumpen herstellen. Die Einnahmen kommen aber nicht unbedingt dem guten Zweck zugute, sondern sind ihr eigener Gewinn.

 

  1. Selbst recyceln.

Kreative und Bastelfreunde können ausgemusterte Kleidungsstücke prima für eigene Arbeiten verwerten. So lassen sich beispielsweise aus Pullovern und Hosen witzige Taschen und Kissenhüllen nähen.

Auch Kuscheltiere und Puppenkleider sind schöne Projekte für ausgemusterte Klamotten. Mehrere Kleidungsstücke können in Stücke geschnitten und zu einer kuscheligen Patchwork-Decke verarbeitet werden.

Aus T-Shirts kann tolles Garn für angesagte Flecht-, Strick- und Häkelarbeiten werden. Eine andere Möglichkeit ist, aus den Klamotten Stoffstücke zuzuschneiden und diese auf Keilrahmen aufzuziehen oder auf Holzplatten zu spannen.

So entstehen prima Malgründe, die grundiert und bemalt, bedruckt oder bestempelt werden können. Kleider in schönen Farben oder mit bunten Mustern wiederum machen sich gut als Deko für Grußkarten, als Einband für Bücher oder als Geschenkpapierersatz.

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