Anleitung für ein Wickelarmband aus Stoffresten

Anleitung für ein Wickelarmband aus Stoffresten

Von Nähprojekten und Bastelarbeiten sind oft kleinere Stoffreste übrig. Außerdem finden sich im Schrank häufig Kleidungsstücke, die durch die Farben oder Muster zwar toll aussehen, aber nicht mehr richtig passen.

Oder, ebenso wie Tischwäsche und andere Heimtextilien, durch Flecken oder missglückte Färbeaktionen unbrauchbar geworden sind. Zum Wegwerfen sind solche Stoffe aber irgendwie auch zu schade. Auf der anderen Seite sind Wickelarmbänder derzeit schwer angesagt.

Warum nicht also die Not zur Tugend machen und aus den Stoffresten originelle Wickelarmbänder nähen?

Wie das geht, erklärt die folgende Anleitung!

 

Die Materialien für ein Wickelarmband aus Stoffresten

  • Stoffreste
  • farblich passendes Nähgarn
  • Druckknopf und entsprechendes Befestigungsmaterial
  • Bügeleisen
  • Nähmaschine
  • Schere und Maßband

Die Anleitung für ein Wickelarmband aus Stoffresten

  1. Schritt: den Stoff zuschneiden

Als erstes wird der Stoff für das Wickelarmband zugeschnitten. Das fertige Armband sollte ungefähr 56 cm lang sein. Dadurch kann es dreimal ums Handgelenk gewickelt werden. Da bei der Fertigung aber die Kanten eingeklappt werden, wird für das Armband ein 60 cm langer Stoffstreifen benötigt. Die Breite des Stoffstreifens beträgt 4 cm. Soll das Wickelarmband aus nur einem Stoff gefertigt werden, wird nun also ein 60 x 4 cm langer Stoffstreifen zugeschnitten.

Eine tolle Optik entsteht aber auch dann, wenn mehrere Stoffe verwendet werden. In diesem Fall werden für das Wickelarmband zwei 30 cm lange, drei 20 cm lange oder vier 15 cm lange Stoffstreifen zugeschnitten. Die Stoffstreifen werden anschließend nacheinander rechts auf rechts gelegt und an den kurzen Kanten zu einem langen Stoffstreifen zusammengenäht.

Tipp:

Natürlich kann das Wickelarmband in der Länge variiert werden. Wer das Armband später viermal ums Handgelenk wickeln möchte, schneidet den Stoffstreifen 20 cm länger zu. Soll das Armband hingegen nur in zwei Windungen ums Handgelenk gelegt werden, wird der Stoffstreifen 20 cm kürzer zugeschnitten.

Wer sehr schmale oder andersherum eher kräftige Handgelenke hat, kann die ideale Länge ermitteln, indem er zunächst den Umfang an seinem Handgelenk ermittelt. Wichtig dabei ist aber, locker zu messen, damit das Armband später nicht zu straff sitzt. Der ermittelte Umfang wird dann mit der Anzahl der gewünschten Wicklungen multipliziert. Dazu kommen dann noch gute 3 cm als Nahtzugabe.

 

  1. Schritt: den Stoffstreifen bügeln

Jetzt wird der Stoffstreifen gebügelt. Besteht der Stoffstreifen aus mehreren zusammengenähten Stücken, werden als erstes die Nähte umgebügelt. Dann wird der Stoffstreifen einmal der Länge nach zusammengeklappt und die Kante fest gebügelt. Anschließend wird der Stoffstreifen wieder geöffnet.

Die Bügelkante verläuft dadurch als eine Art Mittellinie über den Stoffstreifen. Nun wird eine lange Seitenkante bis kurz vor der Mittellinie nach innen umgeklappt und wieder fest gebügelt. Das Ganze wird mit der anderen Seitenkante wiederholt.

Der Stoffstreifen ist dadurch nur noch halb so breit. Dann wird der Stoffstreifen wieder an der Mittellinie entlang zusammengeklappt. Der Stoff liegt dadurch in mehreren Lagen aufeinander und das Wickelarmband hat seine endgültige Breite erhalten. Ratsam ist aber, die Stoffkanten wirklich nur bis kurz vor der Mittellinie einzuklappen. Denn wenn sich die Stofflagen überlappen, entsteht eine unschöne Wulst in der Mitte.

Nach dem Einklappen und Festbügeln sehen die langen Seitenkanten schon ordentlich aus. Was noch fehlt, sind die kurzen, offenen Seiten. Die erste schmale Seitenkante wird ebenfalls gut 1 cm breit umgeklappt und die Kante mit dem Bügeleisen fixiert. Dann wird der Stoff wieder zurückgeklappt und die beiden Ecken werden bis zur Bügelkante schräg abgeschnitten.

Dann wird das Ende des Stoffstreifens einmal komplett auseinandergefaltet. Nun wird erst die schmale Seitenkante nach innen geklappt und darüber werden die langen Seitenkanten gelegt. Durch diese Faltung ist das schmale Ende sauber nach innen eingeschlagen. Um die Kante zu fixieren, wird einmal mit dem Bügeleisen darüber gebügelt. Anschließend wird das Ganze auf der anderen Seite wiederholt.

 

  1. Schritt: den Stoffstreifen nähen

Nach dem Bügeln ist der aufwändigste Teil schon geschafft. Weiter geht es nun an der Nähmaschine. Hier wird ein dekorativer Zickzack-Stich ausgewählt. Anschließend wird einmal mittig über den Stoffstreifen genäht. Da der Stoff in mehreren Lagen aufeinanderliegt und der Streifen recht schmal ist, reicht diese eine Naht in der Mitte aus.

 

  1. Schritt: den Druckknopf anbringen

Jetzt fehlt dem Wickelarmband nur noch ein Verschluss. Die einfachste Lösung hierbei ist ein Druckknopf. Dabei gibt es Druckknöpfe in verschiedenen Varianten, die jeweils unterschiedlich befestigt werden: Bei einem sogenannten Druckknopfband sind die beiden Hälften des Druckknopfes auf einem zweiteiligen Band angebracht.

Diese Bänder werden an den Enden des Armbands angenäht. Eine andere Variante sind klassische Druckknöpfe zum Annähen. Sie werden im Prinzip genauso befestigt wie herkömmliche Knöpfe. Als dritte Variante gibt es Druckknöpfe zum Vernieten. Sie werden auch als Nähfrei Druckknöpfe bezeichnet und mit einer Zange in den Stoff gepresst. Wer keine Zange hat, kann auch auf einen Hammer zurückgreifen.

Ein Druckknopf ist aber natürlich kein Muss. Ein chicer Knopf samt Knopfloch oder ein Klettverschluss funktionieren genauso gut. Ist der Verschluss angebracht, ist das Wickelarmband fertig!

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