Ein Moodboard anfertigen – Infos und Anregungen

Ein Moodboard anfertigen – Infos und Anregungen

Ein Moodboard hilft dabei, Ideen, Inspirationen, Ziele, Wünsche und Träume festzuhalten. Es fängt Stimmungen ein, sammelt Vorhaben und erfasst, was im Moment wichtig ist. Doch was genau ist ein Moodboard eigentlich? Und wie lässt sich ein eigenes Moodboard anfertigen? Wir geben Infos und Anregungen!

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Ein Moodboard anfertigen - Infos und Anregungen

Was ist ein Moodboard?

Das sogenannte Moodboard hat seine Wurzeln im kreativen Bereich. In verschiedenen Berufen kommt es als Arbeits- und Präsentationsmittel zum Einsatz. Auf dem Moodboard werden dann zum Beispiel Skizzen, Entwürfe, Fotos, Farb- und Stoffmuster oder Notizen befestigt.

Die einzelnen Elemente sollen im Zusammenspiel eine Atmosphäre oder Stimmung beschreiben. Soll zum Beispiel ein Zimmer neu gestaltet werden, hält das Moodboard fest, wie der Raum wirken soll.

Daher kommt auch der Name. „Mood“ ist nämlich die englische Vokabel für „Stimmung“. Ein Moodboard hält aber gleichzeitig auch Ideen, Pläne und Vorhaben fest und stellt sie bildlich dar. Aus diesem Grund gehört das Moodboard in die Gruppe der Visualisierungstechniken und wird auch als Visionboard bezeichnet.

Außerhalb der kreativen Berufe wird das Moodboard auch in den eigenen vier Wänden immer beliebter. Denn verglichen mit herkömmlichen Bildern oder Gemälden, setzt ein Moodboard nicht nur einen originellen Akzent. Stattdessen wirkt es dekorativ und motivierend zugleich.

Entscheidend an einem Moodboard ist, dass es eine sehr persönliche Sammlung ist. Sie kann inspirierende Bilder, motivierende Zitate, große Lebensziele oder besondere Eindrücke enthalten. Die einzelnen Elemente können ausgeschnitten, gemalt, gebastelt, ausgedruckt oder von Hand geschrieben sein.

Sie können eher schlicht oder ganz bunt gestaltet und ordentlich oder wild durcheinander angeordnet werden. Wichtig ist lediglich, dass das eigene Board  auch wirklich das eigene, individuelle und ganz persönliche Board ist.

Was kann ein Moodboard bewirken?

Wünsche oder Ziele bildlich vor sich zu sehen, kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, sie auch wirklich zu erreichen. Denn wer Pläne vor Augen hat, wird daran erinnert. Dadurch beschäftigt er sich damit und arbeitet daran.

In diesem Sinne macht das Moodboard immer wieder klar, was sich sein Besitzer eigentlich vom Leben wünscht und wo er hinkommen will.

Ein anderer Aspekt ist, dass Ideen, Gedanken oder Bilder in der Hektik des Alltags mitunter in Vergessenheit geraten. Sind schöne Fotos, Sprüche oder Farben auf dem Moodboard festgehalten, werden Erinnerungen wach. Dadurch kann das Board motivieren und neue Kraft geben.

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Wie wird ein Moodboard erstellt?

So etwas wie eine allgemeingültige Anleitung oder eine feste Form gibt es für das Moodboard nicht. Denn das Moodboard ist immer eine persönliche Angelegenheit. Deshalb ist erlaubt, was gefällt. Trotzdem möchten wir natürlich ein paar Anregungen geben.

Zunächst einmal braucht es eine Unterlage. Das kann ein großer Bogen Tonkarton, eine Pinnwand, eine Leinwand, eine Holzplatte oder ein Gitter aus dem Baumarkt sein. Auch ein Bilderrahmen, eine Schreibtafel oder eine ausgediente Schranktür sind geeignet. Letztlich kann jede Fläche genutzt werden, die regelmäßig ins Blickfeld rückt.

Auch die Gestaltung der Unterlage kann ganz unterschiedlich ausfallen. Wer zum Beispiel eine dünne Holzplatte verwendet, kann sie natürlich lassen, bunt bemalen, mit Tapete bekleben oder mit Stoff bespannen. Er kann Akten- oder Wäscheklammern aufkleben, die Platte mit Gummibändern oder Schnüren umwickeln oder kleine Haken eindrehen.

Danach gilt es, die Dinge zusammenzusuchen, die aus welchem Grund auch immer ein gutes Gefühl auslösen. Es geht um Inhalte, die inspirieren, den eigenen Stil widerspiegeln, das eigene Lebensgefühl ausdrücken, Ziele beschreiben, Energie spenden, ein Lächeln ins Gesicht zaubern oder Wünsche darstellen.

Bei diesen Gegenständen kann es sich um Fotos, Bilder aus Zeitschriften oder Postkarten handeln. Kalenderblätter, Schlagzeilen aus Zeitungen oder Zitate aus Büchern eignen sich genauso wie selbst gestaltete Schriftzüge. Namenskärtchen, Farbmuster oder Stoffreste können ebenso zu Inhalten werden wie Steine, Federn oder Spielzeugfiguren.

Wichtig ist, immer im Hinterkopf zu haben, dass das Moodboard eine sehr persönliche Collage aus Dingen ist, die einem selbst wichtig sind. Kein Wunsch ist zu abwegig, kein Ziel zu albern und kein  Inhalt zu doof. Derjenige, der das Board gestaltet, entscheidet ganz alleine, was ihm gefällt und was er auf seinem Board haben möchte.

Sind die Utensilien zusammengetragen, werden sie auf dem Moodboard angeordnet. Auch hier gibt es keine Regeln. Wie die Inhalte befestigt und wie sie angeordnet werden, bleibt allein dem eigenen Geschmack überlassen.

Und: Ein Moodboard darf sich jederzeit verändern. Es muss nicht auf einmal fertig gestellt sein und es ist auch nicht notwendig, die ganze Fläche ausfüllen. Das Board kann jederzeit erweitert werden. Genauso ist es möglich, Inhalte wieder zu entfernen, wenn sie nicht mehr zur Stimmung passen.

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Peter Siegmund, 52 Jahre, Druckermeister, Martin Blechmann, 39 Jahre, Medientechnologe Druckverarbeitung, Ella Bitzobski, 35 Jahre, Mediengestalterin Digital und Print, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite schreiben hier Wissenswertes, Tipps, Ratgeber und Anleitungen zu Drucktechniken und Druckverfahren.

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