Anleitungen: Stoff mit dem Drucker und mit Lavendelöl bedrucken

Anleitungen: Stoff mit dem Drucker und mit Lavendelöl bedrucken

Stoffe gibt es aus den verschiedensten Geweben und in den unterschiedlichsten Qualitäten. Auch was die Farben und die Muster angeht, bleiben eigentlich keine Wünsche offen.

Manchmal lässt sich der richtige Stoff aber einfach nicht finden. In einem anderen Fall wird nur ein kleines Stoffstück benötigt, im Geschäft müsste aber eine größere Menge gekauft werden. Mitunter ist auch ein besonderes Wunschmotiv vorhanden, das auf einen Stoff aufgedruckt werden soll. In allen diesen Fällen kann die Lösung darin bestehen, seinen Stoff einfach selbst zu bedrucken.

Hierfür wiederum gibt es viele verschiedene Möglichkeiten.

 

Zwei solcher Möglichkeiten stellen
die beiden folgenden Anleitungen vor:

Dabei wird der Stoff einmal mit dem heimischen Drucker bedruckt und einmal wird das Wunschmotiv mittels Lavendelöl auf den Stoff übertragen.

 

  1. Anleitung: Stoff mit dem Drucker bedrucken

Es klingt zwar ein wenig abenteuerlich, aber der heimische Standard-Drucker ist durchaus in der Lage, auch Stoffe zu bedrucken. Die Größe der bedruckten Stoffstücke wird in den meisten Fällen auf das Format DIN A4 beschränkt sein.

Für kleine Näharbeiten, Patchwork-Projekte, Wandbilder, Applikationen und viele andere Basteleien reicht dieses Format aber locker aus.

Für den Stoffdruck mit dem heimischen Drucker werden neben dem Drucker folgende Utensilien benötigt:

  • Stoff, am besten ein einfacher Baumwollstoff
  • Freezer Papier oder Bügelfix
  • 1 Blatt normales DIN A4 Papier als Schablone
  • Schere
  • Bügeleisen

Damit der Stoff mit dem Drucker bedruckt werden kann, muss er auf ein Trägermaterial aufgebügelt werden. Dadurch bekommt der Stoff die notwendige Stabilität. Ohne Trägermaterial wäre der Stoff zu weich und die Folge davon könnte sein, dass der Stoff schief eingezogen wird oder sich im Drucker verheddert. Als Trägermaterial kann Freezer Papier oder Bügelfix verwendet werden. Was sich besser eignet, hängt davon ab, wofür der bedruckte Stoff verwendet werden soll. Freezer Papier lässt sich problemlos wieder abziehen, was dann von Vorteil ist, wenn der Stoff für Näharbeiten vorgesehen ist. Bügelfix wiederum bleibt mit dem Stoff verbunden und bietet sich deshalb für Applikationen und Bastelarbeiten an.

Als erstes werden also ein Stück Stoff und das Trägermaterial zugeschnitten. Als Schablone eignet sich ein ganz normales Blatt Papier im Format DIN A4 hervorragend. Nach dem Zuschnitt wird der Stoff ordentlich auf das Trägermaterial aufgebügelt. Wichtig dabei ist, dass der Stoff wirklich gut und flächig mit dem Trägermaterial verbunden ist. Abstehende Ecken und Kanten sollte es nicht geben.

Ist der Stoff aufgebügelt, werden noch die losen Fäden an den Kanten und auf der Stoffoberfläche entfernt. Anschließend wird der Stoff in den Drucker eingelegt. Dabei muss der Stoff aber richtig herum in den Drucker eingelegt werden, also so, dass die Stoffseite bedruckt wird. Besondere Druckereinstellungen sind nicht notwendig, die normale Standard-Einstellung reicht für gute Ergebnisse völlig aus.

Ist der Stoff im Drucker, kann der Druckvorgang gestartet werden. Der bedruckte Stoff wird dann noch einmal gebügelt, um so den Druck zu fixieren. Anschließend kann der Stoff wie gewünscht weiterverarbeitet werden.

 

  1. Anleitung: Stoff mit Lavendelöl bedrucken

Mithilfe von Lavendelöl lassen sich Motive auf Stoff drucken. Dabei erinnern die fertigen Druckmotive optisch an Bleistiftzeichnungen.

Die Materialliste für den Lavendeldruck lautet wie folgt:

  • Stoff, am besten ein einfacher und heller Baumwollstoff
  • Druckmotiv, ausgedruckt mit einem Laserdrucker
  • Lavendelöl
  • Löffel
  • Pinsel
  • Klebeband
  • Bügeleisen

 

Das gewünschte Motiv muss mit einem Laserdrucker ausgedruckt werden. Wer keinen Laserdrucker hat, kann dies für kleines Geld im Copyshop erledigen lasen. Da das Motiv später seitenverkehrt auf dem Stoff erscheint, muss es vor dem Ausdruck aber eventuell gespiegelt werden.

Nun wird das Motiv mit der bedruckten Seite nach unten auf den Stoff gelegt. Ratsam ist, die Vorlage mit etwas Klebeband zu fixieren, damit nichts verrutscht. Dann wird die Vorlage satt mit Lavendelöl getränkt.

Dazu wird das Lavendelöl auf das Motiv geträufelt und gleichmäßig mit dem Pinsel verteilt. Das Lavendelöl muss übrigens nicht die teuerste Qualität sein. Ein einfaches, preisgünstiges Lavendelöl aus dem Drogeriemarkt reicht völlig aus. Allerdings muss es schon Lavendelöl sein, denn mit beispielsweise Oliven- oder Rapsöl klappt der Druck nicht.

Ist das Motiv gut mit Olivenöl getränkt, beginnt der anstrengende Teil. Nun muss die Farbe, die sich durch das Öl löst, nämlich in den Stoff gerieben werden. Dazu wird mit dem Löffelrücken mehrere Minuten lang kräftig über das Motiv gerieben. Mit dem Löffelrücken deshalb, damit sich das Motiv schön flächig überträgt. Ein Reiben mit der Löffelkante hätte einen Abdruck mit unschönen Streifen zur Folge.

Ist das Motiv auf den Stoff übertragen, kann die Druckvorlage samt Klebeband entfernt werden. Das Motiv muss dann trocknen. Dabei verflüchtigen sich die Ölränder und auch der Lavendelduft verfliegt. Nach dem Trocknen wird der Stoff gebügelt. Dadurch wird der Druck fixiert und der Stoff kann später problemlos in der Waschmaschine gewaschen werden.

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