Moosbilder für die Wand gestalten – so geht’s

Moosbilder für die Wand gestalten – so geht’s

Gemälde, Kunstdrucke oder textile Wandbehänge sind zwar eine schöne Deko. Doch wer seine Wände etwas anders gestalten möchte, findet mit Mossbildern eine spannende Alternative. Moosbilder sind seit einiger Zeit ein riesiger Trend. Denn sie sind nicht nur eine originelle Idee für eine schöne und natürliche Wanddeko, sondern beeinflussen auch das Klima und die Akustik im Raum positiv. Und die grüne Naturoptik hebt die Stimmung.

Anzeige

Moosbilder für die Wand gestalten - so geht's

Moosbilder und Mooswände gibt es fertig zu kaufen. Doch sie lassen sich auch ganz einfach selber machen. Wir erklären, wie es geht!:

Das Moos für die Moosbilder

Für Moosbilder können verschiedene Moose verwendet werden. Schön ist eine Kombination aus Flachmoos und Kugelmoos. Denn während das Flachmoos für eine ruhige Basis sorgt, hebt sich das Kugelmoos durch seine Form und seine kräftige Farbe schön ab und lässt das Bild lebendig wirken.

Besonders beliebt für Moosbilder ist Islandmoos. Diese Moosart ist in Europa heimisch und eignet sich bestens dafür, größere Flächen abzudecken. Außerdem gibt es Islandmoos in vielen verschiedenen Farben, die auch lange erhalten bleiben.

Allerdings muss das Moos vor der Verarbeitung konserviert werden. Dadurch behält es seine natürliche Funktion bei und ist länger haltbar.

Islandmoos punktet aber nicht nur mit seiner schönen Optik und der Haltbarkeit. Vielmehr verbessert es auch das Raumklima. Das Moos verfügt nämlich über feine Mikrostrukturen, die mittels elektrostatischer Anziehung Feinstaub aus der Luft binden.

Für Moosbilder kann Islandmoos mit anderen Moosarten gemischt werden. Moose sind in Blumenläden und Gartencentern erhältlich. Möglich ist aber auch, einen Spaziergang dafür zu nutzen, frisches Waldmoos zu pflücken.

Solange es sich um kein Naturschutzgebiet handelt und die jeweilige Moosart keine geschützte Art ist, darf Moos in überschaubaren Mengen eingesammelt werden. Je mehr verschiedene Moosarten zusammenkommen, desto individueller werden die Bilder. Zudem verleihen verschiedene Moose den Bildern Tiefe.

Moosbilder für die Wand gestalten – die benötigten Materialien

  • Leinwand oder Bilderrahmen als Bildträger; auch ein ausgedientes Tablett, eine Wanduhr, ein alter Spiegel oder ähnliche Gegenstände können genutzt werden

  • konserviertes Moos

  • Heißkleber, Tapetenkleister oder spezieller Mooskleber

Moosbilder als Wandbilder

Das Moos für die Bilder konservieren

Für die Moosbilder muss das Moos konserviert sein. Andernfalls würde es nicht lange halten und neben der Farbe auch seine Funktion verlieren. Gekauftes Moos ist oft schon konserviert.

Wer frisches oder selbst gepflücktes Moos verwendet, kann es wie folgt haltbar machen:

  • Zunächst alle Waldreste wie kleine Zweige, Nadeln oder Erdklumpen sorgfältig aus dem Moos entfernen.

  • Nun Glycerin in einem ausreichend großen Gefäß mit Wasser mischen. Das Mischungsverhältnis ist auf der Verpackung angegeben. Soll das Moos eingefärbt werden, kann wenig Textilfarbe oder Ostereierfarbe hinzugefügt werden.

  • Das Moos in das Glycerin-Wasser-Gemisch geben und mehrere Stunden lang, am besten über Nacht, darin einweichen lassen.

  • Am nächsten Tag das Moos vorsichtig, aber gründlich ausdrücken.

  • Jetzt Küchenrolle auslegen und das Moos darauf verteilen.

  • Das Moos muss mindestens zwei Tage lang trocknen. Erst dann kann es verarbeitet werden.

Moosbilder für die Wand gestalten – so geht’s

Besucher lesen auch gerade folgenden Beitrag:  Farben im Tierreich

Moosbilder zu kreieren, ist wirklich nicht schwer und erfordert nur wenige Arbeitsschritte. Gleichzeitig lassen sich einzigartige Kunstwerke gestalten, die jede Menge Spielraum für kreative Ideen bieten.

Schritt 1: Unterlage vorbereiten

Bei einer Leinwand sind keine weiteren Vorbereitungen notwendig. Dient ein Bilderrahmen als Träger, kann die Glasscheibe entfernt werden. Das Moos wird dann an der Rückwand befestigt.

Bei einem dicken Rahmen kann die Glasscheibe aber auch als Bildträger dienen und das Moos darauf befestigt werden.

Bei anderen Gegenständen wie einem Tablett, einer Wanduhr, einem Spiegel, einem Brett oder einer anderen Platte ist eine gründliche Reinigung notwendig. Die Oberfläche darf keine Verschmutzungen aufweisen und muss staub- und fettfrei sein. Andernfalls hält der Kleber möglicherweise nicht.

Schritt 2: Muster legen

Jetzt beginnt auch schon der kreative Teil. Bevor das Moos befestigt wird, sollte es nämlich zunächst lose auf der Bildfläche ausgelegt werden. Auf diese Weise lässt sich herausfinden, wie das Bild wirkt. Wichtig ist das vor allem dann, wenn Moose in sehr unterschiedlichen Farben verwendet werden oder bestimmte Muster entstehen sollen.

Abstrakte Bilder aus Moos sehen toll aus, weil sie die natürliche Optik betonen. Genauso ist aber möglich, grafische Muster, bildliche Motive oder Buchstaben, Zahlen oder Schriftzüge zu gestalten. In diesem Fall kann das Bildmotiv von Hand vorgezeichnet werden.

Eine andere Möglichkeit ist, eine Vorlage am Computer zu gestalten, ausdrucken und zu übertragen. Anspruchsvollere Motive gelingen auch mit Schablonen, bei denen nur die Innenbereiche des Motivs mit Moos ausgefüllt werden.

Schritt 3: Moos festkleben

Gefällt die Anordnung, kann das Moos fixiert werden. Dazu ein Moosstück abheben, Kleber auf den Untergrund auftragen, das Moos wieder auf seinen Platz legen und vorsichtig andrücken. Auf diese Weise nach und nach das ganze Moos festkleben.

Um Löcher zu vermeiden, sollte das Moos sehr dicht aneinander sitzen. Beim Trocknen schrumpft das Moos noch etwas. Sollten dann Lücken vorhanden sein, können sie zum Schluss mit kleinen Moosresten aufgefüllt werden.

Schritt 4: Bild beschweren

Wenn kein Islandmoos verarbeitet wurde, sollte das Bild ungefähr eine halbe Stunde lang mit einem schweren Gegenstand wie einem Buch oder dicken Brett beschwert werden. Das Beschweren festigt  das Bildmotiv. Islandmoos hingegen sollte nicht beschwert werden, um seine Form nicht plattzudrücken.

Wer möchte, kann das Moos jetzt noch mit der Schere zurechtstutzen, falls es irgendwo überstehen sollte. Damit ist das originelle Wandbild fertig!

Eine besondere Pflege brauchen Moosbilder übrigens nicht. Weil das Moos konserviert ist, ist es nicht notwendig, es zu gießen, zu düngen oder nachzuschneiden.

Das Moos behält seine Struktur und seine Farbe durch die Konservierung über einen langen Zeitraum hinweg. Es genügt deshalb, gelegentlich mit einem Staubwedel über das Bild zu gehen, um angesammelten Staub zu entfernen.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: Moosbilder für die Wand gestalten – so geht’s

-

Übersicht:
Fachartikel
Verzeichnis
Über uns


drucktechniken99

Autoren Profil:
FB/Twitter

Veröffentlicht von

Autoren Profil:

Peter Siegmund, - Druckermeister, Martin Blechmann, - Medientechnologe Druckverarbeitung, Ella Bitzobski, - Mediengestalterin Digital und Print, Youtuberin Sevilart (Bastel-Dekovideos) sowie Ferya & Christian Gülcan, Künstler (Malerei), Inhaber von Medienagenturen (inkl. Grafikdesign & Print) Redakteur/in und Betreiber/in dieser Webseite schreiben hier Wissenswertes, Tipps, Ratgeber und Anleitungen zu Drucktechniken, Dekos, Basteln, Kunst, Design, Maltechniken und Druckverfahren.

Kommentar verfassen