Anleitung für eine Jeans im Stonewashed und Used Look

Anleitung: so wird aus einer neuen Jeans eine Jeans im Stonewashed und Used Look 

Die Jeans gehört zu den beliebtesten Kleidungsstücken überhaupt und vermutlich gibt es kaum jemanden, der nicht mindestens eine Jeans in seinem Kleiderschrank hat. Dank der vielen unterschiedlichen Schnitte und Waschungen dürfte jeder ein Modell finden, das zu seiner Figur passt und in dem er sich wohlfühlt.

Nach wie vor sehr beliebt und immer noch topaktuell sind dabei Jeans im sogenannten Stonewashed und Used Look. Solche Jeans, die sich durch ihre getragen wirkende, zerschlissene und mitunter leicht kaputte Optik kennzeichnen und sowohl lässig im Freizeitlook als auch in Kombination mit einem eleganteren Oberteil getragen werden können, lassen sich recht einfach auch selbst herstellen. 

Wie aus einer neuen Jeans also eine Jeans im Stonewashed
und Used Look wird, erklärt die folgende Anleitung:

Anleitung: so wird aus einer neuen Jeans eine Jeans im Stonewashed Look

Um den Effekt einer getragenen, an einigen Stellen ausgebleichten und unterschiedlich stark verwaschenen Jeans zu erreichen, kommen die Hosen für den Stonewashed Look in der industriellen Herstellung tatsächlich zusammen mit Steinen in die Waschmaschine. Teilweise wird der Effekt aber auch durch die Bearbeitung mit Sandstrahlern erzielt. Beide Verfahren sind für den Hausgebrauch nicht geeignet, aber auch nicht unbedingt erforderlich. 

Stattdessen gibt es nämlich mehrere andere Möglichkeiten, wie der Stonewashed Look bei einer neuen Jeans kreiert werden kann:

·         Soll der Stonewashed Look nur dezent ausfallen, ist ein Bimsstein ein hervorragend geeignetes Hilfsmittel. Der Bimsstein wird über die Jeans gerieben, wodurch die bearbeiteten Stellen entsprechend aufgeraut werden.

·         Ein intensiverer Effekt ergibt sich, wenn mit Schleifpapier gearbeitet wird. Hierbei ist allerdings ratsam, mit Schleifpapier mit einer feinen Körnung zu beginnen und recht vorsichtig vorzugehen. Andernfalls kann es nämlich schnell passieren, dass der Stoff nicht nur aufgehellt und aufgeraut wird, sondern Löcher entstehen. 

·         Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Jeans erst einzuseifen und anschließend mit einer Nagelbürste oder für starke Effekte mit einer rauen Bürste zu bearbeiten. 

·         Besonders gezielt können die Effekte kreiert werden, wenn die Jeans bei der Bearbeitung getragen wird. Im angezogenen Zustand können so beispielsweise die Knie oder die Oberschenkel mit einer Bürste oder mit Schleifpapier aufgeraut werden und im Ergebnis entstehen tatsächlich die typischen Trage- und Abnutzungsspuren. 

Anleitung: so wird aus einer neuen Jeans eine Jeans im Used Look

Used bedeutet übersetzt gebraucht oder benutzt und bei einer Jeans im Used Look handelt es sich um eine Hose, die getragen aussieht. Typisch für den Look sind verwaschene und verschlissene Stellen, abgewetzte Nähte und auch kleinere Beschädigungen. Insgesamt sollte die Jeans aber tatsächlich nur gebraucht und getragen aussehen, allzu große Löcher und Beschädigungen sehen schnell übertrieben und zu unnatürlich aus. 

Um auf einer neuen Jeans die typischen Gebrauchsspuren zu imitieren,
gibt es folgende Möglichkeiten:

·         Abgewetzte Stellen beispielsweise an den Knien, an den Oberschenkeln oder auch am Saum lassen sich mit Schleifpapier gestalten. Dazu wird der Stoff solange mit dem Schleifpapier behandelt, bis dieser nur noch ganz dünn oder auch durchgescheuert ist. 

·         Eine andere Methode, um abgewetzte Stellen zu erzielen, besteht darin, die oberen Lagen des Stoffs mit einem scharfen Messer abzuschaben. Die Übergänge zwischen den abgewetzten und den unbehandelten Stellen können dann mit Schleifpapier nachbearbeitet und so weicher, natürlicher gestaltet werden.  

·         Abgewetzte Nähte und Kanten lassen sich mit einer Rasierklinge erzielen. Hierfür wird mit der Rasierklinge vorsichtig über die Kanten von beispielsweise den Taschen oder der Reißverschlussabdeckung gefahren, bis diese aufreißen und die weißen Stofffasern zum Vorschein kommen.   

·         Um die Jeans mit Rissen und Löchern auszustatten, wird die Hose zuerst auf die linke Seite gedreht, so dass die Innenseite außen liegt. Anschließend wird ein Schneidebrett, ein Stück Karton oder eine andere Unterlage unter die Schnittstelle gelegt, um auf diese Weise sicherzustellen, dass nur die richtige Hosenseite bearbeitet wird. 

Dann wird der Stoff mit einem Messer oder einer Schere eingeschnitten, entweder nur als kleiner Riss oder von einer Naht bis zur anderen. Damit die Beschädigung natürlicher aussieht, ist es ratsam, ein eher stumpfes Schneidwerkzeug zu verwenden. Zudem sollte der Schnitt nicht auf einmal erfolgen, sondern das Schneidwerkzeug zwischendurch abgesetzt werden. Die Schnittkante kann dann mit Schleifpapier noch etwas ausgefranst werden. Insgesamt sollten Risse und Löcher aber nur sparsam platziert werden, denn andernfalls sehen die Effekte zu gewollt aus.

Mithilfe von Chlorreiniger kann die Jeans stellenweise gebleicht werden. Dazu wird der Chlorreiniger mit Wasser verdünnt und auf die Jeans geschüttet, gespritzt oder gezielt mit einem Schwamm aufgetragen. Zuvor sollte aber an einem Stoffstück ausprobiert werden, wie stark der Chlorreiniger verdünnt werden muss, um das gewünschte Resultat zu erzielen. Außerdem sollten bei der Verwendung von Chlorreiniger immer Handschuhe getragen werden. Unverdünnt hinterlässt der Chlorreiniger auf einer blauen Jeans weiße und auf einer schwarzen Jeans rote Flecken.

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