Anleitung für kreativ eingefärbte Kissen

Anleitung für kreativ eingefärbte Kissen 

Im Herbst und Winter gehören gemütliche Abende auf dem Sofa einfach dazu. Dass dabei neben der Kuscheldecke auch bequeme Kissen nicht fehlen dürfen, versteht sich von selbst. Die entsprechenden Kissenhüllen dazu lassen sich mit wenig Aufwand selbst herstellen. 

 

Eine Idee, wie echte Deko-Highlights kreiert werden können,
stellt die folgende Anleitung vor:
  

Hierbei werden die Kissenhüllen aus einem einfachen Stoff und mit dem sogenannten Hotelverschluss genäht. Der Hotelverschluss ist auch für Anfänger ideal geeignet, denn er kommt ohne Knöpfe oder Reißverschluss aus. Gestaltet werden die Kissenhüllen dann durch eine Bemalung mit Wachs und das Einfärben mit Textilfarbe. 

Die benötigten Materialien 

·         einfacher Baumwoll- oder Leinenstoff in einer möglichst hellen Farbe
·         Textilfarbe im gewünschten Farbton
·         Nähmaschine oder Nadel und Faden
·         Wachs (z.B. Kerzenrest), Pinsel und alter Topf
·         Bügeleisen
·         Eimer oder Schüssel und Einweghandschuhe
·         Schneiderkreide, Schere, Maßband und Backpapier 

Die Anleitung für kreativ eingefärbte Kissen

1. Schritt: das Kissen nähen

Bevor die Kissenhülle angefertigt wird, wird der Stoff gewaschen und nach dem Trocknen glattgebügelt. Anschließend wird der Stoff zugeschnitten. In welchem Format das Stoffstück benötigt wird, hängt davon ab, wie groß die Kissenhülle werden soll. Da die Kissenhülle mit dem sogenannten Hotelverschluss angefertigt wird, gilt generell, dass die lange Kante des Stoffstücks doppelt so breit sein muss wie die lange Seite des Kissens plus 20cm. 

Außerdem werden rundherum 2cm für den Saum hinzugefügt. Für eine Kissenhülle, das 40 x 60cm groß werden soll, wird also ein 44 x 144cm großes Stoffstück zugeschnitten. Ist die Kissenhülle für ein 35 x 35cm großes Kissen gedacht, wird ein 39 x 94cm großes Stoffstück benötigt.

Nun werden die Kanten des Stoffstücks als erstes 1cm weit nach innen geklappt und fest gebügelt. Danach werden die Kanten noch einmal 1cm nach innen geklappt, erneut umgebügelt und anschließend festgenäht. Jetzt wird der Stoff gewendet, so dass die Rückseite unten liegt und die schöne Seite des Stoffes nach oben zeigt. 

Dann wird erst eine kurze Seite 20cm nach innen umgeklappt, und anschließend die andere kurze Seite soweit umgeschlagen, dass die gewünschte Kissenlänge entsteht. Nach dem Falten werden die beiden offenen Kanten zusammengenäht. Dann muss die Kissenhülle nur noch auf die richtige Seite gewendet werden.    

2. Schritt: das Kissen bemalen

Nun bekommt die Kissenhülle eine Bemalung mit Wachs. Dafür wird das Wachs in einen ausgemusterten Topf oder ein Gefäß gegeben, in einen zweiten, mit Wasser befüllten Topf gestellt und geschmolzen. Während des Schmelzvorgangs sollte das Wachs regelmäßig durchgerührt werden. 

Wichtig dabei ist aber, darauf zu achten, dass kein Wasser in das Wachs gelangt. Um zu verhindern, dass das Wachs bis auf die Kissenrückseite durchdringt, wird außerdem Papier in die Kissenhülle gelegt. Das flüssige Wachs wird dann wie eine normale Farbe mit dem Pinsel auf die Kissenhülle aufgetragen. 

Bemalt wird jedoch nur eine Hälfte der Kissenvorderseite. An den Stellen, die mit Wachs bedeckt sind, behält der Stoff beim späteren Färben seine ursprüngliche Farbe. Welches Motiv gewählt wird, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. Besonders schön sehen jedoch große und eher einfache Motive aus, beispielsweise ein Herz oder Kringel. 

Auch ein Name oder einzelne Wörter sorgen für einen tollen Effekt. Wer nicht frei Hand malen möchte, kann natürlich eine Vorlage erstellen und in die Kissenhülle legen. Sollte das Motiv nicht richtig zu sehen sein, kann die Kissenhülle an einer Fensterscheibe befestigt werden, dadurch scheinen die Linien der Vorlage dann durch den Stoff.  

3. Schritt: das Kissen einfärben

Während die Wachsbemalung aushärtet, wird die Textilfarbe wie auf der Verpackung angegeben in einem Eimer oder einer Schüssel angerührt. Ratsam dabei ist, Einweghandschuhe anzuziehen, um die Hände nicht ebenfalls einzufärben. Dann wird die Kissenhülle mit der bemalten Seite in das Farbbad getaucht und dabei mehrere Male auf- und abbewegt. 

Dadurch entsteht eine Art Farbverlauf, bei dem die Farbe am Rand intensiver und zur Kissenmitte hin heller wird. Je mehr Farbe verwendet wurde und je länger die Kissenhülle gefärbt wird, desto intensiver wird der Farbton. 

4. Schritt: das Kissen fertig stellen

Die eingefärbte Kissenhülle wird nun erst einmal per Handwäsche mit etwas Waschmittel und lauwarmem Wasser ausgewaschen, um die überschüssige Farbe zu entfernen. Nach dem Trocknen muss noch das Wachs beseitigt werden. 

Dies erfolgt mithilfe des Bügeleisens. Dazu wird die Kissenhülle innen mit Papier ausgelegt und auch die Wachsbemalung wird mit einem saugenden Papier wie Backpapier abgedeckt. Dann wird solange vorsichtig über die Wachsbemalung gebügelt, bis das Papier das Wachs aufgezogen hat. Anschließend wird die Kissenhülle noch einmal gründlich ausgewaschen. Dann dem Trocknen und eventuellen Glattbügeln ist die Kissenhülle fertig und kann über ein Kissen gezogen werden.

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