Färben mit selbstgemachter Walnussfarbe

Färben mit selbstgemachter Walnussfarbe 

Für das Färben von Textilien bietet der Handel eine enorme Auswahl an unterschiedlichsten Farben, die in verschiedensten Nuancen und jeweils abgestimmt auf die jeweilige Gewebeart zur Verfügung stehen. 

Allerdings müssen es nicht immer gekaufte Farben sein, denn auch die Natur bietet eine Vielzahl verschiedener Mittel, um damit Textilien einzufärben. Für das Einfärben mit selbstgemachten Naturfarben eignen sich am besten Wolle sowie Textilien aus natürlichen, eher unempfindlichen Stoffen wie Baumwolle oder Leinen. 

Vor dem Färben sollten neue Textilien aber immer ohne Weichspüler gewaschen werden, um mögliche Rückstände von Appreturen zu entfernen. Dies gilt übrigens bei allen Farben, also sowohl bei gekauften als auch bei selbsthergestellten Naturfarben.

Ein beliebtes Mittel zum Färben mit Naturmaterialien sind beispielsweise Birkenblätter. Diese werden etwa eine halbe Stunde lang in Wasser gekocht. 

Anschließend werden die Blätter herausgenommen, der Stoff wird in den Farbsud gelegt und anschließend weitere dreißig Minuten lang auf kleinster Flamme darin gekocht. Daneben können Textilien und Wolle auch mit selbstgemachter Walnussfarbe eingefärbt werden.   

Hier die Anleitung dazu:

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Für die Farbe wird nur der Fruchtmantel benötigt, also die wiche, grünbraune Schale, die die harte Nuss umgibt. Wird mit diesen Schalen gefärbt, entstehen Naturtöne in einem Farbspektrum von hellem Beige bis hin zu kräftigem Braun.

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Die Schalen werden zunächst abgewaschen und anschließend mindestens 24 Stunden lang in Wasser eingeweicht. Das Wasser färbt sich während der Einweichzeit braun und je mehr Schalen in dem Wasser sind, desto dunkler wird später die Färbung.

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Nach dem Ziehen wird der Farbsud zunächst durch ein grobes und anschließend durch ein feines Sieb gegossen. 

Danach wird der Stoff in den Farbsud eingelegt. Wer keine gleichmäßige Färbung möchte, kann den Stoff wie beim Batiken vorbereiten, also beispielsweise verknoten, mit Schnüren umwickeln oder Gegenstände wie Steine oder Blätter einbinden.

Der Stoff wird nun eingetaucht und bleibt für mindestens drei Tage in dem kalten Farbsud. Damit der Stoff gleichmäßig eingefärbt wird, kann der Farbsud hin und wieder mit einem Holzlöffel umgerührt werden.

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Der gefärbte Stoff wird dann aus dem Farbsud genommen, ausgewrungen und direkt zum Trocknen aufgehängt. Durch die Luft verändert sich der Farbton noch, so dass das Ergebnis der Färbung erst nach dem Trocknen sichtbar ist. 

Ausgespült und gewaschen wird der Stoff dann erst, wenn er vollständig getrocknet ist.

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