Muster geschickt kombinieren – 5 Tipps

Muster geschickt kombinieren – 5 Tipps

Eine Blumentapete hinter einem gestreiften Sofa, auf dem eine wilde Mischung aus Kissen in verschiedenen Farben und mit allerlei Mustern liegt: Was sich nach einem mutigen, leicht chaotischen Mustermix anhört, kann durchaus funktionieren. Die wichtigste Regel beim Kombinieren von Mustern lautet zunächst einmal, dass erlaubt ist, was gefällt. Wie viele und welche Muster miteinander kombiniert werden, bleibt also grundsätzlich dem eigenen Geschmack überlassen.

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Muster geschickt kombinieren - 5 Tipps

Allerdings ziehen Muster die Blicke auf sich. Das gilt vor allem dann, wenn es sich um auffällige Muster in kräftigen Farben handelt. Die Folge ist, dass Räume durch Muster lebendiger wirken, aber schnell auch kleiner und bei zu vielen verschiedenen Mustern unruhig und überladen erscheinen können.

Deshalb sollte es neben gemusterten Flächen in einem Zimmer immer auch Flächen ohne Muster als ruhigen Gegenpol geben:

Muster geschickt kombinieren – 5 Tipps

Für ein harmonisches Gesamtbild, bei dem verschiedene Muster geschickt zusammenkommen, sollte es Gemeinsamkeiten geben. Die Muster brauchen Elemente, die sie miteinander verbinden.

Trotz verschiedener Farben, Formen oder Stile entsteht dadurch eine Einheit. Gibt es gar keine Gemeinsamkeiten, wirkt das Arrangement sonst wirklich nur wild und beliebig gemixt.

Ratsam ist, mit einem Element der Einrichtung als Basis zu beginnen. Das kann zum Beispiel eine Tapete, ein Möbelstück, eine Tagesdecke, ein Vorhang, ein Teppich oder ein Kissen sein. Ausgehend von diesem Element können dann die weiteren Muster ausgewählt werden.

Tipp 1: ein gemeinsamer Grundton

Am einfachsten lassen sich Muster kombinieren, wenn es einen gemeinsamen Grundton gibt. Dominiert ein Grundton, eventuell in mehreren Abstufungen, das Farbschema, passen so gut wie alle Muster stimmig zueinander.

Denn trotz unterschiedlicher Muster sorgt das klare Farbschema für eine harmonische Verbindung und schafft die notwendige Ruhe.

Ebenfalls eine sichere Bank sind grafische Muster in Schwarzweiß. Die beiden Farben sind ein ideales Duo und haben durch die Muster im gleichen Stil zusätzlich noch ein weiteres Element, das sie verbindet.

Tipp 2: mehrere gemeinsame Farbtöne

Ist die Ausgangsbasis schon mehrfarbig und soll auch der Mustermix bunter werden, ist es ratsam, sich bei den weiteren Mustern auf eine oder zwei Farben zu konzentrieren.

Diese Farben sollten sich dann als Akzente in allen anderen Musterteilen wiederfinden. Auf diese Weise ergibt sich eine Kombination, die im Gesamtbild harmonisch wirkt.

Ein anderer Ansatz ist, auf Musterkombinationen zu setzen, die Weiß als Grundfarbe haben und jeweils nur eine weitere Farbe ins Spiel bringen.

Kommen Stücke zusammen, die zum Beispiel ein rot-weißes, ein blau-weißes, ein grün-weißes und ein gelb-weißes Muster haben, bewirkt die weiße Farbe, dass ein buntes, frisches und trotzdem nicht zu aufgeregtes Bild entsteht.

Tipp 3: Muster in einem Stil

Der gemeinsame Nenner für den Mustermix kann ein bestimmter Stil oder eine Epoche sein. Der Landhausstil zum Beispiel harmoniert nicht nur mit kleinen Blumenmustern, sondern auch mit klassischen Streifen und Karos.

Für einen Ethno-Style wiederum können Animalprints, Batiken und Ikat-Muster miteinander kombiniert werden.

Muster in verschiedenen Farben und Formen, die barock anmuten oder den typischen Stil eines Jahrzehnts widerspiegeln, gehen ebenfalls gut miteinander. Gleiches gilt für Muster, die durch ihre Tupfen, Zacken oder Wellen so aussehen, als wären sie alle mit einem Pinsel gemalt worden.

Auch offensichtliche Webmuster passen gut zueinander. Genauso lassen sich Muster mit einem gemeinsamen Thema wie Blumen, Paisley, Tiere oder Buchstaben prima mixen.

Tipp 4: Muster mehrfach aufgreifen

Das menschliche Auge mag Wiederholungen, weil es sich dadurch an etwas Bekanntem orientieren kann. Auch beim Mix darf ein Muster deshalb ruhig mehrfach auftauchen.

Dabei muss es aber nicht völlig identisch sein. Ein Muster mit Blattmotiven zum Beispiel kann sich genauso in Stoffen wiederholen, die ovale Formen zeigen und damit Blätter nur andeuten.

Ein harmonisches Gesamtbild entsteht auch, wenn ein Muster klar die Hauptrolle spielt und von anderen, dezenten Mustern ergänzt wird, die nur die Farben wiederholen.

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Tipp 5: Musterkombinationen ausprobieren

Ob und wie gut verschiedene Muster miteinander harmonieren, zeigt sich, wenn sie tatsächlich nebeneinander zu sehen sind. Am Computer lassen sich zwar Muster zu Flächen anordnen. Doch in der Realität kann der Mix noch einmal ganz anders wirken.

Es ist zwar nicht möglich, alle Stücke probeweise daheim auszulegen. Aber im Fachhandel sind in aller Regel Stoffproben und Musterstücke erhältlich. Damit kann der geplante Mustermix zu Hause getestet werden.

Und es ist sehr zu empfehlen, diese Möglichkeit zu nutzen. Denn nur so lässt sich herausfinden, wie die Muster und Farben in dem Raum und unter den gegebenen Lichtverhältnissen wirklich aussehen.

Ein Zusatztipp zum Schluss

Grundsätzlich sollte es bei einem harmonischen Mustermix zwar ein gemeinsames, verbindendes Element geben.

Aber möglich ist auch, mit möglichst großen Gegensätzen zu spielen und zum Beispiel sehr große und sehr kleine, knallige und dezente oder monotone und kunterbunte Muster miteinander zu kombinieren.

Dadurch lassen sich Hierarchien zwischen den Mustern erzeugen, bei denen die gegensätzlichen Paarungen im Gesamtbild wieder stimmig wirken.

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Peter Siegmund, - Druckermeister, Martin Blechmann, - Medientechnologe Druckverarbeitung, Ella Bitzobski, - Mediengestalterin Digital und Print, Youtuberin Sevilart (Bastel-Dekovideos) sowie Ferya & Christian Gülcan, Künstler (Malerei), Inhaber von Medienagenturen (inkl. Grafikdesign & Print) Redakteur/in und Betreiber/in dieser Webseite schreiben hier Wissenswertes, Tipps, Ratgeber und Anleitungen zu Drucktechniken, Dekos, Basteln, Kunst, Design, Maltechniken und Druckverfahren.

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