Nähanleitung für ein Lesekissen

Nähanleitung für ein Lesekissen

Es sich tagsüber im Garten oder abends auf dem Sofa mit einem schönen Buch gemütlich zu machen, sorgt für wunderbare Entspannung. Nur ist es mitunter gar nicht so einfach, eine Position zu finden, die über längere Zeit ein bequemes Lesen ermöglicht. Zudem kann ein großes und dickes Buch auf Dauer ganz schön schwer werden.

Nähanleitung für ein Lesekissen

Um Abhilfe zu schaffen, präsentieren wir in dieser Anleitung deshalb ein kuscheliges Lesekissen. Dabei kann das Lesekissen in zwei verschiedenen Formen genutzt werden. So ist zum einen möglich, das Kissen ganz klassisch in den Nacken zu legen.

Zum anderen kann das Lesekissen auf den Beinen platziert und so zur Ablage für das Buch werden. Durch die zweigeteilte Form schmiegt sich das Kissen um den Kopf oder das Buch.

Und das Beste ist:

Das Lesekissen ist sehr einfach zu nähen und ruckzuck fertig. Damit eignet es sich auch prima als Projekt für Einsteiger. Als Geschenk macht das Lesekissen ebenfalls eine gute Figur.

Also, fangen wir an!:

Die Materialien für ein Lesekissen

  • ein oder zwei verschiedene Baumwollstoffe

  • farblich passendes Nähgarn

  • Füllwatte

  • Schneiderkreide

  • Stoffschere

  • Stecknadeln

  • Nähmaschine

  • Nähnadel

Die Nähanleitung für ein Lesekissen

Das Lesekissen besteht aus einem größeren und einem kleineren Kissen, die aufeinandergelegt und mit einer durchgehenden Naht in der Mitte miteinander verbunden werden. Dabei können beide Kissen aus dem gleichen Stoff gefertigt werden. Wer es bunt mag, kann aber auch zwei unterschiedliche Stoffe verarbeiten oder einen einfarbigen und einen bunt gemusterten Stoff miteinander kombinieren.

Liegen die Baumwollstoffe und die übrigen Materialien bereit, kann es losgehen!

  1. Schritt: die Stoffe zuschneiden

Zunächst wird der Stoff für die beiden Kissen zugeschnitten. Dazu den Stoff für das größere Kissen zusammenfalten, mit der Schneiderkreide ein Viereck in der gewünschten Größe markieren und im Stoffbruch ausschneiden. Anschließend wird ein zweites Stück Stoff im gleichen Format für den anderen Teil des Kissens zugeschnitten.

Weiter geht es mit dem kleineren Kissen. Auch für das kleinere Kissen werden zwei gleichgroße Stoffstücke zugeschnitten. Dabei sollte das kleinere Kissen später rundherum 5 bis 10 cm kleiner sein als das große Kissen.

Tipp:

Wir haben für unser Lesekissen eine ganz schlichte Form gewählt. Wem simple Rechtecke zu einfach sind, der kann aber selbstverständlich auch andere Formen arbeiten.

Ovale, Herzen oder Schmetterlinge zum Beispiel eignen sich sehr gut, weil sich diese Formen in zwei Hälften aufteilen lassen. Möglich ist außerdem, das untere, größere Kissen als Rechteck anzufertigen und darauf ein Kissen in einer anderen Form zu setzen.

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  1. Schritt: die beiden Kissen nähen

Nun werden die beiden Stoffstücke für das größere Kissen rechts auf rechts aufeinandergelegt und mit Stecknadeln festgesteckt. Rechts auf rechts heißt, dass die beiden schönen Stoff-Vorderseiten innen aufeinanderliegen und die beiden Rückseiten jeweils nach außen zeigen.

Anschließend werden die Stoffe füßchenbreit zusammengesteppt. Wichtig dabei ist, sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite jeweils eine Öffnung frei zu lassen. Die beiden Öffnungen werden benötigt, damit das Kissen später befüllt werden kann.

Ist das größere Kissen fertig, werden auch die beiden Stoffstücke für das kleinere Kissen rechts auf rechts zusammengenäht. Hier ebenfalls an die beiden Wende- und Füllöffnungen denken!

  1. Schritt: die beiden Kissen wenden und verbinden

Nachdem die Kissen genäht sind, können die Nahtzugaben auseinandergeklappt und mit dem Bügeleisen fixiert werden.

Tipp:

Wer für sein Lesekissen eine Form mit Rundungen gewählt hat, kann die Nahtzugabe in regelmäßigen Abständen bis kurz vor die Naht einschneiden. Dadurch kommen die Rundungen schöner zur Geltung.

Nun werden beide Kissen auf die richtige Seite gewendet. Dann werden sie auch auf der Außenseite noch einmal ordentlich gebügelt. Dabei den Stoff an den Wendeöffnungen nach innen einschlagen und fest bügeln. So lässt sich die Naht später einfacher schließen.

Außerdem werden beide Kissen jeweils einmal in der Mitte zusammengeklappt und die Kante gut mit dem Bügeleisen nachgefahren. Die Bügelkante, die dabei entsteht, markiert die Mittellinie.

Dann werden die beiden Kissen aufeinandergelegt und mit Stecknadeln fixiert. Mit einem Geradstich werden sie anschließend zusammengenäht. Die Mittellinien geben dabei den Verlauf der Naht vor.

  1. Schritt: das Lesekissen füllen

Durch die Mittelnaht besteht das Lesekissen aus vier Teilen, nämlich den beiden Hälften des unteren Kissens und den beiden Hälften des oberen Kissens. Deshalb waren auch beidseitige Öffnungen notwendig. Gäbe es nur eine Öffnung, könnte eine Kissenhälfte nicht ausgestopft werden.

Die vier Teile können nun jedenfalls nacheinander befüllt werden. Wie fest sie ausgestopft werden, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Zum Schluss müssen dann nur noch die Wendeöffnungen von Hand mit Nadel und Faden geschlossen werden. Fertig ist das Lesekissen!

Lesekissen

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Peter Siegmund, 52 Jahre, Druckermeister, Martin Blechmann, 39 Jahre, Medientechnologe Druckverarbeitung, Ella Bitzobski, 35 Jahre, Mediengestalterin Digital und Print, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite schreiben hier Wissenswertes, Tipps, Ratgeber und Anleitungen zu Drucktechniken und Druckverfahren.

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