Anleitung: Witziges Kissen aus alten T-Shirts

Anleitung: Witziges Kissen aus alten T-Shirts

T-Shirts mit kleinen Löchern, Flecken oder ausgebleichten Farben und T-Shirts, die ausgeleiert sind, nicht mehr passen oder nicht gefallen: Vermutlich hat jeder solche Exemplare im Schrank. Natürlich können die T-Shirts in die Altkleidersammlung gegeben oder zu Putzlappen verarbeitet werden.

Kissen aus T-Shirts

Aber genauso lassen sich aus den Kleidungsstücken viele schöne Dinge anfertigen. Eine Idee dafür stellen wir in dieser Anleitung vor. Wir fertigen nämlich ein witziges Kissen aus alten T-Shirts an. Witzig deshalb, weil das Kissen im wuscheligen Zottel-Look daherkommt!

 

Die Materialien für das T-Shirt-Kissen

  • mehrere ausgemusterte T-Shirts
  • Anti-Rutschmatte für Teppiche
  • Stoffschere oder Rollschneider
  • Kissen
  • evt. Nadel und stabiles Garn

 

Witziges Kissen aus alten T-Shirts – so wird’s gemacht

Eigentlich ist die Herstellung des Kissens kinderleicht. Und die Mühen werden mit einem originellen Kissen im Wuschellook belohnt. Allerdings braucht es schon ein bisschen Geduld, bis die ganzen Stoffstreifen verarbeitet sind.

Wer sich ein bisschen Arbeit sparen möchte, kann deshalb auch nur die Vorderseite des Kissens im Zottellook anfertigen. Aber eines nach dem anderen…

 

  1. Schritt: Stoffstreifen zuschneiden

Für eine komplette Kissenhülle werden, je nach Größe, ungefähr sechs bis acht T-Shirts benötigt. Soll nur die Vorderseite dekoriert werden, reichen drei bis vier T-Shirts aus. In beiden Fällen müssen die T-Shirts in Stoffstreifen zerschnitten werden. Dabei sollten die Streifen zwei bis drei Zentimeter breit sein.

Schmaler sollten die Streifen nicht werden, denn sonst füllen sie die Löcher der Matte nicht mehr richtig aus. Zu breite Streifen wiederum lassen sich nur schwer durch die Löcher fädeln.

Was die Länge angeht, so kommt es darauf an, wie wuschelig das Kissen sein soll. Zehn bis zwölf Zentimeter lange Stoffstreifen haben sich als gute Länge bewährt. Die Stoffstreifen können ganz normal mit einer Schere zugeschnitten werden. Leichter und schneller geht der Zuschnitt mit einem Rollschneider. Es reicht aber aus, wenn die Stoffstreifen ungefähr das gleiche Format haben. Es ist nicht notwendig, sie einzeln auszumessen und alle exakt gleichgroß zuzuschneiden.

 

  1. Schritt: Fläche knüpfen

Anti-Rutschmatten für Teppiche gibt es im Baumarkt und im Möbelhaus. Die Matten kosten nicht viel und werden in verschiedenen Größen angeboten. Da sie aus einem weichen Gewebe bestehen, lassen sie sich problemlos mit der Schere zuschneiden. Für das Kissen muss die Matte so groß sein, dass sie das Innenkissen rundherum bedeckt.

Am einfachsten ist es deshalb, das Innenkissen auf die Matte zu legen, die Matte zusammenzuklappen und dann rundherum etwas größer zuzuschneiden. Wer möchte, kann das benötigte Format aber natürlich auch ausmessen.

Nun werden die Stoffstreifen in die Anti-Rutschmatte eingearbeitet. Dafür wird der erste Stoffstreifen genommen, von vorne nach hinten durch ein Loch in der Matte gefädelt und anschließend im Loch darunter wieder von hinten nach vorne gezogen.

Dann wird der Stoffstreifen so ausgerichtet, dass beide Enden ungefähr gleichlang sind. Zum Schluss wird der Streifen mit einem einfachen Knoten fixiert. Damit ist der erste Stoffstreifen eingeknüpft. Auf diese Weise wird die gesamte Fläche mit Stoffstreifen aufgefüllt. Nur zwei Reihen ringsherum am Rand bleiben frei. Sie werden benötigt, damit die Kissenhülle geschlossen werden kann.

 

  1. Schritt: das Kissen fertig stellen

Ist das ganze Feld mit Stoffstreifen bedeckt, muss die Kissenhülle nur noch geschlossen werden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste Variante ist, die Matte um das Innenkissen zu legen und den Rand zusammenzunähen.

Wer nicht zu Nadel und Faden greifen möchte, kann es sich aber auch einfacher machen. Auch bei der zweiten Variante wird das Innenkissen mit der Stoffstreifen-Matte umhüllt. Doch statt zu nähen, werden einfach Stoffstreifen durch die Randlöcher der beiden Mattenseiten gezogen und verknotet. Damit ist das ungewöhnliche Kissen fertig!

Eine mögliche Abwandlung

Wer nur eine Hälfte des Kissens oder nur ein kleines Feld mit Stoffstreifen verzieren möchte, schneidet die Anti-Rutschmatte im entsprechenden Format zu. Abschließend werden auch hier die Stoffstreifen eingeknüpft, wobei ein Rand aus zwei Lochreihen frei bleibt.

Zum Schluss wird das Feld von Hand auf eine schlichte Kissenhülle oder direkt auf ein Kissen aufgenäht.

 

Kleiner Bonus

Manchmal ist ein T-Shirt zwar schon ausgeleiert oder passt nicht mehr. Doch es hat ein schönes Motiv, das zum Zerschneiden zu schade wäre. Vielleicht ist es auch ein Lieblings-T-Shirt, an dem viele Erinnerungen hängen. Aus einem solchen T-Shirt lässt sich ganz einfach eine tolle Kissenhülle zaubern. Dafür wird das T-Shirt flach ausgebreitet.

Anschließend wird ein Innenkissen auf das T-Shirt gelegt. Mit der Schere oder dem Rollschneider wird der Stoff dann so zugeschnitten, dass er rundherum gute 5 Zentimeter größer ist als das Kissen. Geschnitten wird dabei durch beide Stofflagen hindurch. Anschließend wird der Rand alle zwei bis drei Zentimeter eingeschnitten. So entstehen lauter kurze Streifen.

Nun wird das Kissen zwischen die beiden Stofflagen gelegt. Dann werden jeweils die beiden gegenüberliegenden Streifen von jeder Stofflage zusammengenommen und miteinander verknotet. Das Kissen ist dadurch vom T-Shirt umhüllt und durch die herunterhängenden Stoffstreifen ergeben sich witzige Fransen.

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Veröffentlicht von

Redaktion

Peter Siegmund, 52 Jahre, Druckermeister, Martin Blechmann, 39 Jahre, Medientechnologe Druckverarbeitung, Ella Bitzobski, 35 Jahre, Mediengestalterin Digital und Print schreiben hier Wissenswertes, Tipps, Ratgeber und Anleitungen zu Drucktechniken und Druckverfahren.

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