Anleitung für eine Wandbemalung in 3-D-Optik

Anleitung für eine Wandbemalung in 3-D-Optik 

Auch wenn weiße Wände als klassisch und zeitlos gelten und vermutlich nie wirklich aus der Mode kommen werden, scheinen aktuell die Farben in die Wohnungen zurückzukehren. Kräftige Wandfarben und verschiedene Muster sind im Trend und auch die gute alte Tapete feiert ein großes Comeback.

Nun muss aber nicht immer gleich die ganze Wohnung renoviert werden. Oft reicht es aus, nur eine Wand neu zu gestalten, um dem Raum ein völlig neues Aussehen zu geben.

Eine Idee für eine außergewöhnliche Wandgestaltung
stellt die folgende Anleitung vor:

Hierbei erhält die Wand den angesagten 3-D-Look. Eine Wand in 3-D-Optik zu gestalten, erfordert zugegebenermaßen ein ruhiges Händchen und eine gute Portion Geduld. Der Aufwand lohnt sich aber, denn das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen! Wer sich an die Wand nicht herantraut, kann übrigens nach dem gleichen Prinzip auch Stoff- oder Papierbahnen bemalen und diese dann als Bilder an die Wand bringen. 

Die Materialien für eine Wandgestaltung in 3-D-Optik

·         Wandfarbe in mindestens zwei Farbtönen
·         Pinsel und kleine Farbrolle
·         Malerkrepp
·         Pappkarton für die Schablonen
·         Bleistift, Lineal und Teppichmesser oder Schere 

Die Anleitung für eine Wandbemalung in 3-D-Optik

1. Schritt: die Schablonen anfertigen

Die Grundform des Musters ist ein Würfel, der auf einer Ecke steht. Dabei sind von diesem Würfel drei Flächen zu sehen, nämlich der Deckel und die beiden vorderen Seiten. Da der Würfel mehrfach und in exakt identischer Form auf die Wand übertragen werden muss, werden zuerst Schablonen angefertigt. Dadurch muss nicht jede Fläche einzeln ausgemessen werden. 

Für die Schablonen wird der Würfel auf ein ausreichend großes Stück Pappkarton aufgezeichnet. Anschließend wird der Würfel an den Kanten entlang auseinandergeschnitten, so dass für jede Fläche eine separate Schablone vorhanden ist. Wichtig hierbei ist aber, genau und sorgfältig zu arbeiten, denn sonst passen die Einzelteile später nicht richtig zusammen und der 3-D-Effekt ergibt sich nicht.  

2. Schritt: das Muster auf die Wand übertragen

Mithilfe der Schablonen wird das Muster nun auf die Wand übertragen. Für den ersten Würfel werden die drei Schablonen dazu nacheinander angelegt und die Umrisse mit einem Bleistift nachgezeichnet. Nach und nach wird so die gesamte Wand mit Würfeln ausgefüllt. Wichtig dabei ist, dass die Würfel exakt aufeinander sitzen. Wo am besten mit dem Aufzeichnen der Würfel begonnen werden sollte, hängt von der Größe der Wandfläche und dem Format der Würfel ab. 

Eine Möglichkeit ist, mittig auf der Wand anzufangen. Der erste Würfel wird also genau in der Wandmitte platziert und alle anderen Würfel werden daran angeschlossen. Alternativ ist möglich, in einer Ecke oder an einer Seite zu beginnen.

In diesem Fall sollte aber vorher ausgerechnet werden, wie das Muster auf der jeweils gegenüberliegenden Seite endet, damit sich ein gleichmäßiges Gesamtbild ergibt. Wer nicht die ganze Wand bemalen möchte, kann selbstverständlich auch eine Art Pyramide aus Würfeln auf die Wand zaubern. 

3. Schritt: die Flächen abkleben und ausmalen

Nun werden die Würfel ausgemalt. Welche Farben verwendet werden, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. Generell sollten für jeden Würfel aber drei Farbtöne zum Einsatz kommen, der Deckel und die beiden Seitenflächen sollten also jeweils ihre eigene Farbe erhalten. Zeitlos, klassisch und gleichzeitig mit einer grafischen Note sieht die Wandbemalung aus, wenn die Farben Weiß, Schwarz und Grau vermalt werden. Passend zur Einrichtung kann aber auch eine helle Farbe mit einer zweiten Farbe kombiniert und als dritte Farbe ein Mischton aus diesen beiden angemischt werden. 

Wer es bunt mag, kann die Würfel natürlich auch in unterschiedlichen Farben oder verschiedenen Farbabstufungen gestalten. Zur Verdeutlichung hier eine Grafik, die zeigt, wie die fertige Wand aussehen kann:

[Grafik-Anleitung 3-D-Wand]

3-D-Wand-Anleitung

Da der 3-D-Effekt nur dann entsteht, wenn sehr sorgfältig und präzise gearbeitet wird, erfolgt das Ausmalen der Würfel in drei Schritten. 

Das bedeutet, im ersten Durchgang werden beispielsweise die linken Seitenflächen der Würfel ausgemalt, im zweiten Durchgang die rechten Seitenflächen und im dritten Durchgang dann die Deckel. Vor dem Ausmalen müssen die Flächen aber noch abgeklebt werden. Es wäre zwar auch möglich, auf das Abkleben zu verzichten, allerdings erfordert es schon eine sehr, sehr ruhige Hand, wenn saubere und gerade Kanten entstehen sollen. 

Werden im ersten Durchgang die linken Seitenflächen der Würfel eingefärbt, wird das Malerkreppband so aufgeklebt, dass es exakt außen an den Kanten entlang verläuft. Das Kreppband wird also nicht in die Fläche geklebt, sondern begrenzt die Fläche außerhalb. Sind alle linken Seitenflächen abgeklebt, werden sie vorsichtig ausgemalt. 

Vor allem an den Rändern sollte die Farbe dabei sparsam und immer zur Flächenmitte hin aufgetragen werden, damit die Farbe nicht unter das Kreppband läuft. Wenn dieser Anstrich etwas angetrocknet ist, wird das Kreppband vorsichtig abgezogen. 

Danach muss die Farbe vollständig durchtrocknen. Anschließend sind die rechten Seitenflächen an der Reihe. Auch hier werden die Felder wieder auf den Außenseiten abgeklebt und ausgemalt. Ist dieser Anstrich trocken, wird das Ganze ein letztes Mal mit den Deckeln der Würfel wiederholt. Sollten die Kanten irgendwo ein wenig ausgefranst sein, können sie nun noch mit dem Pinsel ausgebessert werden. Damit ist die Wandgestaltung in 3-D-Optik fertig.

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