Anleitung für ein Naturlexikon

Anleitung für ein Naturlexikon mit verschiedenen Drucktechniken 

Der Frühling und der Sommer sind ideale Jahreszeiten, um selbst ein Naturlexikon zu basteln, denn zu diesen Zeiten ist die Auswahl an Pflanzen und Blumen besonders groß. Zudem macht es bei dem warmen, sonnigen Wetter auch Spaß, sich im Freien aufzuhalten und Musterexemplare für das Naturlexikon zu sammeln. 

Die klassische Methode für ein Naturlexikon besteht darin, Pflanzenteile zu pressen und zu trocknen und anschließend auf Blätter aufzukleben, die dann mit Informationen zu der Pflanze beschriftet werden.

Ein solches Naturlexikon wird als Herbarium bezeichnet. Eine interessante Alternative zu einem Herbarium besteht allerdings darin, die Pflanzen nicht zu trocknen, sondern mittels verschiedener Drucktechniken zu Papier zu bringen. 

Hier die Anleitung für ein solches Naturlexikon mit verschiedenen Drucktechniken:

•        Blätterdruck. 

Für den Blätterdruck werden verschiedene Blätter sowie etwas dickere Farbe benötigt. Ein Blatt wird dann jeweils dick mit Farbe bestrichen und wie ein Stempel auf das Papier gedrückt. 

Besonders interessant ist der Blätterdruck, wenn die Blätter über mehrere Wochen gesammelt werden, denn auf diese Weise wird sichtbar, wie sich die Blätter im Laufe der Zeit verändern.

•        Rindendruck. 

Der Rindendruck wird direkt vor Ort gemacht. Dazu wird ein Blatt Papier auf den Baum gelegt und am besten mit einem Bleistift über die Fläche gefahren. Durch die unregelmäßige Struktur erscheint die Musterung der Rinde dann auf dem Papier.

•        Spritzdruck. 

Durch den Spritzdruck werden die Konturen von Blättern oder Blüten dargestellt. Benötigt hierfür werden neben möglichst flachen Blättern und Blüten verdünnte Wasserfarben, eine ausgemusterte Zahnbürste und ein Sieb. 

Zuerst werden die Blätter oder Blüten auf der späteren Seite des Naturlexikons verteilt. Dann wird das Sieb etwa 10 Zentimeter über den Blättern gehalten und die vorher in die Farbe getauchte Zahnbürste schnell über das Sieb hin- und hergestrichen. 

Dieser Vorgang wird sooft wiederholt, bis der Umriss deutlich zu sehen ist. Dann muss die Seite trocknen, wobei die abgedruckten Blätter und Blüten erst entfernt werden, nachdem die Farbe getrocknet ist.

•        Schablonendruck. 

Um aus Blättern Schablonen anzufertigen, werden möglichst frische Blätter benötigt. Ein Blatt wird auf Lösch-, Zeitungs- oder Küchenpapier gelegt und anschließend mit einer weichen Bürste, beispielsweise einer Kleiderbürste, bearbeitet. 

Die Bürste wird sanft und vorsichtig über das Blatt gestrichen und geklopft, bis sich das gesamte weiche Zellgewebe gelöst hat. Zurück bleibt dann das Gerippe des Blattes, das als Schablone zum Einsatz kommt. 

Die Schablone wird auf das Papier gelegt und vorsichtig mit Farbe ausgetupft. 

•        Pilzdruck. 

Pilze haben ein sehr interessantes und jeweils charakteristisches Muster. 

Für den Pilzabdruck wird der Stängel abgeschnitten, so dass nur der Hut übrig bleibt. Dieser wird dann mit den Sporen nach unten auf ein Blatt Papier gelegt und eine Nacht lang mit einer Schüssel oder einem anderen Gefäß abgedeckt. 

Am nächsten Morgen ist das Muster auf dem Blatt sichtbar. Zum Fixieren wird es dann noch mit Haarspray besprüht.

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