Anleitung – Kunstdruck Bilderrahmen selber bauen

Anleitung: Einen Bilderrahmen für den Kunstdruck selber bauen 

Es muss nicht immer ein Öl- oder Acrylbild sein, das an der Wand hängt, denn ein Kunstdruck kann genauso interessant, ansprechend und edel wirken. Aber auch ein Kunstdruck braucht buchstäblich den richtigen Rahmen, damit er optimal zur Geltung kommt. 

Nun ist es natürlich möglich, seinen Kunstdruck bereits fertig gerahmt zu kaufen, den Kunstdruck als sogenannten Decoblock zu präsentieren oder auf irgendeinen Bilderrahmen zurückzugreifen.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Bilderrahmen für seinen Kunstdruck selber zu bauen. Dies bringt nicht nur den Vorteil mit sich, dass der Bilderrahmen individuell gestaltet werden kann und ein echtes Unikat ist, sondern oft lässt sich auch der eine oder andere Euro einsparen.

Eine Idee, wie ein Kunstdruck gerahmt werden kann, stellt die folgende Anleitung vor: 

Einen Bilderrahmen für den Kunstdruck selber bauen – die Materialien

Die Materialliste ergibt sich immer daraus, wie groß der Kunstdruck ist, der gerahmt werden soll. In diesem Beispiel wird ein 4cm breiter Bilderrahmen für einen 50cm x 30cm großen Kunstdruck gebaut. Ist der eigene Kunstdruck größer oder kleiner oder soll der Rahmen aus anderen Leisten angefertigt werden, muss die Materialliste auf die entsprechenden Maße abgestimmt werden. 

Benötigt wird nun also folgendes:

·         1 Holzleiste, 220 x 2 x 0,5cm
·         1 Holzleiste, 220 x 4 x 2cm
·         Holzleim
·         Schraubzwingen
·         Elektrotacker und Tackernadeln
·         Stichnägel, 2 Ringschrauben und Schnur oder Draht
·         Säge
·         Schleifpapier
·         Farbe oder Lack nach Wunsch 

Einen Bilderrahmen für den Kunstdruck selber bauen – eine Anleitung

1. Schritt: die Leisten zuschneiden

Zunächst werden alle Leisten, die für den Rahmen benötigt werden, zugeschnitten. Aus der 2 x 0,5cm starken Holzleiste wird eine Art Keilrahmen angefertigt, auf die der Kunstdruck später aufgezogen wird. Dafür werden aus der Holzleiste zwei 49cm lange und zwei 29cm lange Stücke zugeschnitten. Außerdem werden aus dieser Holzleiste vier etwa 7cm lange Stücke geschnitten, die den Keilrahmen stabilisieren werden. 

Als nächstes ist die 4 x 2cm starke Holzleiste an der Reihe, die den eigentlichen Bilderrahmen ergeben wird. Aus dieser Leiste werden zwei 57cm lange und zwei 37cm lange Stücke zugeschnitten. Alle Leisten werden dabei auf Gehrung gesägt und die Maße beziehen sich auf die längere Seite nach dem Gehrungsschnitt. 

Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, die Leisten stumpf aneinanderzusetzen, allerdings sieht ein Gehrungsschnitt einfach besser aus.  

2. Schritt: den Rahmen für den Kunstdruck bauen

Aus den schmalen Leisten wird jetzt der Rahmen für den Kunstdruck gebaut. Beim Zuschnitt kann es durchaus passieren, dass die Schnittkanten ein wenig ausfransen. Bevor es nun weitergeht, werden deshalb die Schnittkanten sauber abgeschliffen.

Anschließend wird auf die Schnittflächen Holzleim aufgetragen und die Leisten werden danach im rechten Winkel zusammengesetzt. Damit sich der Rahmen beim Trocknen nicht verzieht, wird er nun mit Schraubzwingen fixiert. Nachdem die Schraubzwingen an den Rahmenecken befestigt sind, werden auch die vier kurzen Leistenstücke als zusätzliche Stützen eingeleimt. 

Danach muss der Leim trocknen.   

3. Schritt: den Bilderrahmen anfertigen

In der Zwischenzeit geht es mit dem eigentlichen Bilderrahmen weiter. Hier wird auf den Innenseiten der Holzleisten, also den Seiten, die später nach innen in den Rahmen zeigen, eine knapp 1cm tiefe Falz gefräst. In diese Falz wird später der Kunstdruck eingelegt. 

Bei 0,5cm starken Holzleisten würde zwar auch eine 0,5cm tiefe Falz ausreichen, durch die etwas tiefere Falz verbleibt aber mehr Platz, falls später doch noch beispielsweise eine Glasscheibe oder eine Rückwand integriert werden soll. Ist die Falz gefräst, werden die vier Holzleisten wieder mithilfe von Holzleim zu einem Rechteck verbunden. 

Zusätzlich zu dem Leim werden die Eckverbindungen auf der Rückseite mit jeweils drei Tackernadeln fixiert. Auch die Leimverbindungen beim Bilderrahmen müssen nun trocknen.

[Grafik-Anleitung Kunstdruck-Bilderrahmen] 

anleitung-kunstdruck-bilderrahmen-bauen

4. Schritt: die Aufhängung befestigen

Wer möchte, kann den Bilderrahmen bunt bemalen, lasieren oder lackieren. Danach wird die Aufhängung befestigt. Hierfür werden die beiden Ringschrauben so in der oberen Rahmenleiste positioniert, dass die erste Ringschraube bei etwa einem Viertel und die zweite Ringschraube bei etwa drei Vierteln der Länge sitzt. 

Bei einem 57cm breiten Rahmen werden die Ringschrauben somit jeweils 14,25cm von der Seitenkante entfernt befestigt. An den beiden Schrauben wird dann die Schnur oder der Draht befestigt. Wie lang Schnur oder Draht sein müssen, hängt davon ab, wie geneigt der Kunstdruck hängen soll und lässt sich am besten durch Ausprobieren ermitteln. 

5. Schritt: den Kunstdruck rahmen

Bevor der Kunstdruck nun gerahmt wird, wird er auf den schmalen Leistenrahmen gespannt. Dazu wird der Kunstdruck mit der Bildseite nach unten ausgebreitet und der Leistenrahmen darüber platziert. Dann wird der Kunstdruck erst an den langen, und anschließend an den schmalen Seiten nach oben geklappt und an den Kanten des Rahmens befestigt. Um den Kunstdruck zu befestigen, können Tackernadeln oder kleine Stichnägel verwendet werden, möglich wäre aber auch doppelseitiges Klebeband. 

Klebstoff oder Holzleim hingegen sind weniger gut geeignet, denn selbst bei einer sehr dünnen Schicht kann es passieren, dass der Kunstdruck aufquillt und unschöne Wellen schlägt. Der Kunstdruck muss jetzt nur noch in den Bilderrahmen gelegt werden. 

Um zu verhindern, dass er heraus fällt, werden zum Fixieren kleine Stichnägel über dem Kunstdruck in die Falz eingeschlagen. Danach kann der Kunstdruck samt selbstgebautem Bilderrahmen aufgehängt werden.

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