Textildruck Muster

Textildruck Muster

Um im Textildruck Muster zu berechnen, wird der Gesamtfarbauftrag, auch als Tonwertsumme bezeichnet, ermittelt. Ein nicht bedruckter Stoff hat einen Tonwert von null Prozent, während der Tonwert eines vollständig bedruckten Stoffes bei hundert Prozent liegt. 

Um die Tonwertsumme zu ermitteln, werden die Tonwerte aller Farben innerhalb des Musters addiert. Der Tonwertzuwachs, der bei Rasterdrucken auch Punktzuwachs bezeichnet wird, beschreibt die Differenz zwischen dem Anteil der Fläche der jeweiligen Druckfarbe auf der Druckplatte und dem Flächenanteil auf dem Stoff. Um im Textildruck Muster auf den Stoff zu übertragen, gibt es abhängig von der Stoffart, der Vorlage und dem Einsatzzweck, unterschiedliche Druckverfahren. 

Im Siebdruckverfahren, das das klassische Druckverfahren darstellt, wird das Muster direkt auf den Stoff gedruckt. Dabei können sowohl dunkle als auch helle Textilien mit nahezu allen Farben veredelt werden. Im Siebdruck wird für jede Farbe eine Schablone erstellt, so dass sich dieses Verfahren eher für große Stückzahlen eignet. Im Transferdruck wird der Stoff indirekt bedruckt. Das Muster wird seitenverkehrt auf eine Folie oder ein Papier gedruckt und anschließend mit einer Transferpresse auf den Stoff übertragen. Dabei wird die Folie oder das Papier mit Siebdruck oder mit Tintendruckverfahren bedruckt. Für prägnante Muster, die wenig Farben und klare Linien aufweisen, eignen sich der Flex- und der Flocktransfer. 

Bei beiden Verfahren wird das Muster computergesteuert aus einer Folie geschnitten, die dann unter großem Druck und konstanter Hitze auf den Stoff gepresst wird. Beim Flextransfer weist das Muster eine glatte, beim Flocktransfer eine erhabene, samtige Oberfläche auf.

Ein modernes Druckverfahren ist das Sublimationsverfahren. Hier wird das Muster mit speziellen Tinten auf eine Folie gedruckt, die auf den Stoff gepresst wird. Das besondere dabei ist, dass die Farben sublimieren, das bedeutet, dass sie in den Stoff eindampfen und sich vollständig mit den Gewebefasern verbinden. Dieses Verfahren ist jedoch nur bei Polyesterstoffen möglich.    

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