DIY Wandbild aus Stoff – 2 Ideen

DIY Wandbild aus Stoff – 2 Ideen

Ob im Flur, über dem Bett oder an einer kahlen Wand im Wohnzimmer: Bilder an der Wand lassen einen Raum nicht nur viel gemütlicher wirken. Vielmehr können sie auch  tolle Farbakzente setzen, ohne dass gleich die ganze Wand gestrichen werden muss. Wer gerne neu dekoriert, findet mit Wandbildern also eine tolle Möglichkeit dafür. Besonders schön sind die kleinen Kunstwerke für die Wand natürlich dann, wenn sie selbstgemacht sind.

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DIY Wandbild aus Stoff - 2 Ideen

Schließlich sind solche Bilder echte Unikate. Wir zeigen in diesem Beitrag zwei Ideen für eindrucksvolle DIY Wandbilder aus Stoff!:

  1. Idee: Zartes DIY Wandbild aus Stoff mit Farbverlauf

Ein Wandbild muss nicht unbedingt kräftige Farben haben, um zu wirken. Ist die Wandfläche nicht allzu groß oder der Raum insgesamt eher klein, könnte ein knallbuntes Gemälde zu viel Unruhe hineinbringen und zu aufdringlich wirken.

Ein zartes, luftig leichtes Wandbild hingegen macht in fast jedem Zimmer eine gute Figur. Und so ein Bild, das durch seine sanften Farbverläufe an Wasser- oder Aquarellfarben erinnert, lässt sich ganz einfach selbst gestalten.

Die Materialien

  • weißer Stoff aus Baumwolle

  • flüssige Textilfarbe in mindestens zwei verschiedenen Farbtönen

  • Becher mit Wasser

  • Pinsel

  • Spannrahmen und Reißzwecken oder Malerkrepp

  • Schere, Nähmaschine und weißes Nähgarn

  • Rundstab und Band oder Schnur

Wer einen Spannrahmen für die Seidenmalerei hat, kann ihn verwenden. Ansonsten funktioniert auch ein alter Bilderrahmen oder ein selbst zusammengebauter Rahmen aus einfachen Holzlatten. Wichtig ist nur, dass der Stoff gut auf dem Rahmen fixiert werden kann und nicht direkt auf der Arbeitsfläche aufliegt.

So wird’s gemacht

Zunächst wird der Stoff auf den Rahmen gespannt und entweder mit Reißzwecken festgesteckt oder mit Malerkrepp fixiert. Dabei darf der Stoff ruhig etwas Spannung haben.

Denn es ist wichtig, dass er gerade liegt und etwas Abstand zur Arbeitsfläche hat. Weil gleich recht viel Wasser ins Spiel kommt, gibt der Stoff ohnehin etwas nach. Können die Farben nicht fließen oder liegt der Stoff auf dem Tisch auf, klappt der Farbverlauf weniger gut.

Ist der Stoff vorbereitet, wird etwas sauberes Wasser auf den Stoff gegossen. Anschließend die kleine Pfütze mit einem sauberen Pinsel verteilen. Der Baumwollstoff muss nicht gleichmäßig nass, sollte aber auf der ganzen Bildfläche leicht feucht sein. Je nasser der Untergrund ist, desto mehr fließen die Farben ineinander.

Nun mit dem Pinsel wenig Textilfarbe aufnehmen und auf den feuchten Stoff auftragen. Anschließend den nächsten Farbton nehmen und ebenfalls auf der Bildfläche verteilen. Durch die Feuchtigkeit fließen die Farben auseinander und verlaufen ineinander.

Je mehr Wasser im Spiel ist, desto heller werden die Farben. Wirklich kontrollieren, lässt sich das Ergebnis zwar nicht. Aber es macht viel Spaß, zu beobachten, wie sich die Farben verhalten.

Gefällt das Ergebnis, muss der Stoff komplett durchtrocknen. Danach kann er glatt gebügelt werden.

Nun kann der bemalte Stoff in der gewünschten Größe und Form zugeschnitten werden. Anschließend die Ränder umklappen und festnähen. An der Oberseite den Stoff ein Stück nach hinten falten und die Kante so mit einer Naht fixieren, dass ein Tunnel entsteht.

Zum Aufhängen den Rundstab durch den Tunnel schieben und auf beiden Seiten eine Schnur oder ein Band anknoten. Fertig ist das neue Wandbild!

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  1. Idee: Modernes DIY Wandbild aus Stoff mit grafischem Muster

Manch einer kennt bestimmt die Bilder aus bunten Papierstücken, die gerne im Kindergarten und in der Grundschule gebastelt werden. Die Kinder reißen oder schneiden dazu bunte Papiere in verschieden große Stücke, ordnen sie auf der Bildfläche an und kleben sie fest. Manchmal entstehen auf diese Weise bildliche Motive, manchmal einfach nur bunte Muster.

Auf einem ganz ähnlichen Prinzip basiert die zweite Idee, die wir vorstellen. Allerdings arbeiten wir anstelle von Papier mit Stoff. Außerdem bleibt die Anordnung der Stoffstücke nicht ganz dem Zufall überlassen.

Die Materialien

  • Stoffreste in verschiedenen Farben

  • doppelseitiges Klebeband

  • Teller oder andere runde Gegenstände in mehreren Größen als Schablonen

  • Bleistift

  • Schere

  • Bilderrahmen

Die Rückwand des Bilderrahmens kann auch gleich als Bildträger genutzt werden. Wer sich die Möglichkeit erhalten möchte, das Wandbild irgendwann wieder auszutauschen, kann die Stoffstücke aber auch auf Tonkarton oder einem anderen Untergrund anbringen.

So wird’s gemacht

Als Grundform für unser Wandbild arbeiten wir mit Kreisen. Aber das ist natürlich nur eine Anregung. Genauso ist möglich, das Bild aus Vierecken, Dreiecken, Herzen oder anderen Formen zu gestalten.

Für das Bild werden als erstes Stoffkreise in verschiedenen Größen zugeschnitten. Dabei können die größten Kreise so groß sein, dass sie gerade noch auf die Bildfläche passen.

Um die Kreise auszuschneiden, den jeweiligen Stoff mit der Rückseite nach oben hinlegen, einen Teller oder einen anderen runden Gegenstand positionieren und mit dem Bleistift umrunden. Danach kann der markierte Kreis mit der Schere ausgeschnitten werden.

Ratsam dabei ist, jeden Kreis einzeln auszuschneiden. Denn beim Schnitt durch mehrere Stofflagen gleichzeitig werden die Kanten oft nicht ganz gleichmäßig. Die Kreise werden jetzt in der Mitte auseinander geschnitten. Anschließend auf der Rückseite der Stoff-Halbkreise doppelseitiges Klebeband befestigen.

Grundsätzlich kann natürlich auch ein Bastelkleber verwendet werden. Klebeband hat aber den Vorteil, dass sich der Stoff durch die Feuchtigkeit nicht wellt oder gar verfärbt. Außerdem kann ein Halbkreis wieder abgezogen und anders angebracht werden, wenn die Position nicht gefällt. Bei Klebstoff sind Korrekturen deutlich schwieriger.

Ist alles vorbereitet, kann das Gestalten beginnen. Dafür zuerst den Hintergrund mit einem großen Stoffstück bedecken. Anschließend probeweise zwei große Halbkreise mit den geraden Schnittkanten zueinander auf dem Bildträger positionieren und gegeneinander in der Höhe verschieben.

Darüber werden dann immer kleinere Halbkreise gelegt, die ebenfalls entlang der geraden Mittellinie in der Höhe verschoben sind.

Gefällt die Anordnung, können die Halbkreise festgeklebt werden. Zum Schluss das Stoffbild noch einrahmen – und schon kann es aufgehängt werden!

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Peter Siegmund, 52 Jahre, Druckermeister, Martin Blechmann, 39 Jahre, Medientechnologe Druckverarbeitung, Ella Bitzobski, 35 Jahre, Mediengestalterin Digital und Print, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite schreiben hier Wissenswertes, Tipps, Ratgeber und Anleitungen zu Drucktechniken und Druckverfahren.

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