Restaurieren von Drucken

Tipps zum Restaurieren und Aufbewahren von Drucken 

Nicht immer werden Drucke und Grafiken erworben, um sie tatsächlich gerahmt als Wandschmuck zu präsentieren, teilweise dienen sie vielmehr dazu, die eigene Sammlung um ein weiteres, besonderes Exemplar zu erweitern.

Neben der Frage nach einer geeigneten Aufbewahrungsmöglichkeit stellt sich sicher früher oder später dann auch die Frage, wie Drucke restauriert werden sollten, insbesondere wenn es sich um ältere Exemplare handelt, die kleinere oder größere Beschädigungen aufweisen.

 

Hier unsere Tipps zum Restaurieren und Aufbewahren von Drucken in der Übersicht:

1.      

Leichte Knitterstellen können auf zwei Wegen entfernt werden. Eine Möglichkeit ist, den Druck mit der Bildseite nach unten auf einen festen, geraden Untergrund zu legen, darauf ein leicht angefeuchtetes Blatt Löschpapier zu positionieren und anschließend vorsichtig mit einem mäßig warmen Bügeleisen zu behandeln. 

Die andere Möglichkeit ist, den Druck gleichmäßig mit destilliertem Wasser zu besprühen oder über Dampf anzufeuchten, zwischen Löschpapier oder Karton zu legen und anschließend mit Büchern oder anderen schweren Gegenständen zu beschweren. 

Damit ein gleichmäßiges Herauspressen der Feuchtigkeit erfolgt, sollten das Löschpapier oder die Pappe allerdings nach einigen Stunden erneuert werden.

2.      

Staub kann recht problemlos mit einem weichen Haarpinsel beseitigt werden, bei Drucken auf Leinwand erweist sich zudem entrindetes Weißbrot als hilfreich. Sind Flecken auf dem Druck, ist das Entfernen etwas schwieriger. 

Um Fettflecken zu beseitigen, kann etwas Terpentin oder Waschbenzin auf weißes Löschpapier aufgetragen und dieses dann vorsichtig auf den Fleck aufgetupft werden. Anschließend muss diese Prozedur mit Wasser wiederholt werden. Für Tinten- oder Rostflecke eignet sich eine Lösung mit Oxalsäure, wobei das Mischungsverhältnis aus einem Teil Säure und sieben Teilen lauwarmem Wasser besteht.

3.      

Bei groben Verschmutzungen, starker Vergilbung oder ausgeprägten Knitterfalten und Rissen sollte jedoch ein Experte bemüht werden. 

Dieser verfügt nämlich nicht über das notwendige Wissen, sondern auch über die erforderliche technische Ausstattung. Hilfreich kann allerdings auch sein, sich an das örtliche Museum zu wenden, denn auch hier kann meist der eine oder andere Tipp und Rat eingeholt werden.

4.      

Restaurierte Drucke und Grafiken wollen künftig besonders sorgsam behandelt werden. Dies hat den Grund, dass eine weitere Komplettreinigung den Druck und den Druckträger angreifen könnte. Wichtig ist zudem, Drucke mit Stockflecken separat aufzubewahren, denn der Stockpilz ist übertragbar und würde im Laufe der Zeit auf alle Drucke übergehen.

5.      

Drucke und Grafiken müssen generell staubfrei und lichtgeschützt aufbewahrt werden, zudem mögen sie keine allzu große Feuchtigkeit, denn alle diese Faktoren begünstigen Vergilbung, Stockflecken, Knitterungen und andere Schäden.

Eine Möglichkeit für die Aufbewahrung sind Schubfächer in Schränken und Kommoden oder bei kleineren Drucken auch Kartons, die dann in ein Regal gestellt werden können.

Verbreitet sich zudem auch Mappen, allerdings lassen diese den Drucken recht wenig Luft zum Atmen und zudem können die Ränder durch das Blättern in Mitleidenschaft gezogen werden.

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