Anleitung – selbst gestaltete Kinderbettwäsche

Anleitung für selbst gestaltete Kinderbettwäsche 

Bettwäsche für Kinder gibt es aus verschiedenen Materialien und mit den unterschiedlichsten Mustern und Motiven fertig zu kaufen. Genauso kann eine tolle Kinderbettwäsche aber mit nur wenigen Materialien auch selbst gestaltet werden. 

Wird dabei, wie in dieser Anleitung, mit Textilmalstiften gearbeitet, ist das Malen auch für Anfänger leicht umzusetzen, denn Textilmalstifte lassen sich genauso einfach handhaben wie herkömmliche Schreibstifte und auch das Fixieren der Farben erfolgt unkompliziert durch Bügeln.

Das Gestalten von Kinderbettwäsche macht viel Spaß und die Garnituren, die Designerstücke und echte Unikate in einem sind, eignen sich hervorragend auch als Geschenk. Die folgende Anleitung beschreibt nun, wie eine farbenfrohe Kinderbettwäsche gestaltet werden kann, bei der Kleidungsstücke als Motivvorlagen dienen. Der Phantasie sind hier aber natürlich keine Grenzen gesetzt, so dass nach dem gleichen Prinzip auch Bettwäsche für das elterliche Schlafzimmer kreiert werden kann. 

Die Materialien für die selbst gestaltete Kinderbettwäsche

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schlichte weiße oder helle Bettwäsche, am besten aus Baumwolle oder Leinen; neue Bettwäsche sollte vor dem Bemalen immer gewaschen werden.

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Kinderkleidungsstücke als Schablonen

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Textilmalstifte in mehreren Farben

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Zeichenpapier

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dicker, schwarzer Filzstift

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Zeitungspapier und Klebeband

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Bügeleisen 

Die Anleitung für die selbst gestaltete Kinderbettwäsche

1. Schritt: die Schablonen anfertigen

Für die Kinderbettwäsche werden zunächst eine Art Schablonen anfertigt. Für die erste Schablone wird ein Kleidungsstück des Kindes ausgewählt und mit Zeichenpapier abgedeckt. Dann werden die Konturen und eventuell auch Hilfslinien für beispielsweise Nähte oder das Muster mit dem dicken, schwarzen Filzstift auf das Papier übertragen. 

Wichtig dabei ist, dass die Linien recht dick gezeichnet werden, damit sie später gut sichtbar durch den Stoff durchscheinen. Ist das erste Kleidungsstück übertragen, werden die weiteren Schablonen nach dem gleichen Prinzip hergestellt. Allzu viele Schablonen sind allerdings nicht erforderlich, denn der Bettdecken- und der Kopfkissenbezug werden nur auf einer Seite bemalt.

Welche Kleidungsstücke als Motive für die Kinderbettwäsche verwendet werden, bleibt natürlich dem eignen Geschmack überlassen. Sehr schön sieht es aus, wenn unterschiedliche Kleidungsstücke zu sehen sind, beispielsweise eine Hose, ein Strampelanzug, ein Pullover, ein T-Shirt und Socken. Möglich ist aber natürlich auch, die Bettwäsche unter ein bestimmtes Motto zu stellen. So kann eine Bettwäsche gestaltet werden, die mit vielen bunten Socken dekoriert ist, für eine winterliche Bettwäsche könnten Handschuhe und Mützen aufgemalt werden und eine Bettwäsche zur Einschulung kann mit einer Schultüte, Süßigkeiten, Büchern und Stiften oder Buchstaben und Zahlen verziert werden. 

Wer anstelle von Kleidungsstücken lieber Spielsachen als Motiv verwenden möchte, kann beispielsweise Teddybären, Autos, Puppen oder Bausteine zeichnen oder auf Papier ausdrucken. Auch hier ist aber wieder wichtig, auf kräftige Linien zu achten. 

2. Schritt: die Motive auf die Bettwäsche übertragen

Sind alle Schablonen vorbereitet, wird die Bettwäsche auf die linke Seite gedreht. Nun werden die vorbereiteten Schablonen auf dem Stoff angeordnet und mit Klebeband fixiert. Anschließend wird der Stoff wieder auf die rechte Seite gedreht. 

Um sicherzustellen, dass sich die Farbe beim Ausmalen nicht versehentlich auf die andere Seite durchdrückt, werden nun zwei bis drei Lagen Zeitungspapier in den Bezug eingelegt. Dann wird der Stoff fest auf die jeweilige Schablone gedrückt, so dass die Konturen gut zu sehen sind. Diese Konturen werden jetzt mit einem Stoffmalstift in passender Farbe nachgezeichnet. Auf diese Weise werden nach und nach alle vorbereiteten Motive auf die Bettwäsche übertragen. 

Sofern die Bettwäsche nicht aus Baumwolle oder Leinen besteht, muss aber zuvor überprüft werden, ob sich die jeweiligen Textilmalstifte für den verwendeten Stoff eignen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Umrisse aber auch erst mit einem weichen Bleistift übertragen und danach dann mit einem Stoffmalstift nachfahren. 

3. Schritt: die Motive ausmalen

Nachdem alle Motive übertragen sind, können sie ausgemalt und ausgestaltet werden. Hier erweisen sich die Kleidungsstücke wieder als sehr hilfreiche Vorlage, wenn es darum geht, die Muster zu gestalten oder Details wie beispielsweise den Saum oder Knöpfe zu malen.

Zu beachten beim Ausmalen ist aber, dass mit Stoffmalstiften nur bedingt hell auf dunkel gemalt werden kann. Daher werden Stellen, die weiß bleiben sollen, beim Ausmalen ausgespart und Flächen, die in einer hellen Farbe gestaltet werden sollen, nicht erst mit einer dunklen Farbe ausgemalt. Umgekehrt ist es jedoch möglich, helle Farbflächen mit einer dunkleren Farbe zu bearbeiten, um einen Mischton zu erzeugen oder ein Muster zu kreieren.  

4. Schritt: die Farben fixieren

Wenn alle Motive fertig gestaltet sind, wird das Zeitungspapier herausgenommen. Anschließend wird der Stoff auf die linke Seite gedreht und nun können auch die Schablonen entfernt werden. Danach werden die Farben fixiert, indem der Stoff auf der Rückseite gebügelt wird. 

Genaue Angaben zum Fixieren, beispielsweise im Hinblick auf die erforderliche Bügeltemperatur, sowie Wasch- und Pflegehinweise ergeben sich aus der Herstelleranleitung, die auf der Verpackung oder den Stiften steht.

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